Clemens Wischermann Bücher



Ein Drittel aller deutschen Haushalte wird von Tieren mitbewohnt, die als Familienmitglieder oder Partner wahrgenommen werden. Diese geliebten und zugleich dominierten Lebewesen bestimmen den menschlichen Lebensraum und Alltag entscheidend mit. Unser enges und zugleich von Spannungen geprägtes Verhältnis ist eine zentrale Komponente und Konstante unserer Kultur. Doch der Umgang des Menschen mit seinen tierischen Gefährten wirft grundsätzliche Fragen innerhalb des weiten Feldes der Tier-Mensch-Beziehungen auf. Tierisch beste Freunde beschäftigt sich aus kulturphilosophischer, sozialhistorischer und ethischer Perspektive mit diesen Fragen, u. a. mit dem Widerspruch von Freundschaft und Herrschaft, mit den Gründen für die Entwicklung des Heimtiers zum Familienmitglied und dem Aspekt der moralischen Rechtfertigung für das Halten von Haustieren.
Inhalt: Clemens Wischermann: Kollektive, Generationen oder das Individuum als Grundlage von Sinnkonstruktionen durch Geschichte: Einleitende Überlegungen Uta Rasche: Geschichtsbilder im katholischen Milieu des Kaiserreichs: Konkurrenz und Parallelen zum nationalen Gedenken Miriam Gebhardt: Zur Psychologie des Vergessens: Antisemitismus in jüdischen Autobiographien vor und nach 1933 Stefan Zahlmann: Die besten Jahre? DDR-Erinnerungskultur in Spielfilmen der DEFA t Helke Stadtland: Vergangenheitspolitik im Widerstreit. Ausgrenzung, Amnestie und Integration in der Gründungsphase der ostdeutschen Gewerkschaften Katja Patzel-Mattern: Jenseits des Wissens – Geschichtswissenschaft zwischen Erinnerung und Erleben Sandra Markus: 'Schreiben heißt: sich selber lesen.' Geschichtsschreibung als erinnernde Sinnkonstruktion Matthias Dümpelmann: Maler des eigenen Lebens. Individuelle Identität zwischen Erinnern und Vergessen Auswahlbibliographie – Biographische Selbstnotizen