A father recounts memories of growing in a Djibouti on the cusp of independence; a land of shifting deserts and immense heat and one lonely and sick boy finding solace in books. A poignant and timeless story of the complexity of family, the value of poetry and freedom, and the ripple effect of the traumas that stalk our movement.
Abdourahman Waberi Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)




Tor der Tränen
Roman
In seiner Gefängniszelle auf der Teufelsinsel vor der Küste Dschibutis hat Dschamal, eingekerkert als islamistischer Terrorist, von der Rückkehr seines Zwillingsbruders Dschibril in seine alte Heimat erfahren. Er verfolgt ihn in Gedanken, lässt ihn beschatten, zieht eine Schlinge um ihn. Dschibril ist in Kanada ein neuer Mensch geworden, das Land seiner Kindheit ist für ihn nur noch fremd und staubig. Als Angestellter der Informationsagentur 'Adorno Location Scouting' muss er für einige Tage nach Dschibuti zurückkehren: Frankreich, die USA und Dubai machen einander das Stück basaltener Erde an der 'Tor der Tränen' genannten Meerenge streitig. Als Dschibril in Dschibuti ist, reißen alte Wunden wieder auf, die Geister seiner Familie verfolgen ihn, sein Rechercheauftrag kommt nicht recht voran. Jeden Tag irrt er ein wenig weiter auf den gefährlichen Pfaden der Erinnerung. Beide Brüder schreiben ein Tagebuch, der eine folgt der islamistischen Weltsicht, der andere der der westlichen Moderne. Im gedanklichen Wechselspiel der Brüder spiegelt sich die tiefe Zerrissenheit der Protagonisten und ihrer Beziehung zueinander. Heimat, Exil, Erinnerung sind die Themen dieses sprachmächtigen Romans.
In einer Welt, in der die Vereinigten Staaten von Afrika dominieren und Europa sowie Nordamerika von Hunger und Krieg geprägt sind, folgt die Adoptivtochter eines eritreischen Entwicklungshelfers ihren Wurzeln in den Slums der Normandie. Waberi bringt eine neue afrikanische Perspektive in die literarische Tradition der Umkehrungen historisch-politischer Verhältnisse.
Die Legende von der Nomadensonne
- 187 Seiten
- 7 Lesestunden
Wenig von uns hatten die Gelegenheit, Dschibuti, das kleine Land strategisch im Horn von Afrika gelegen, zu besuchen, was Die Nomaden, meine Brüder, gehen hinaus, um aus dem großen Wagen zu trinken, umso verlockender macht. In seiner ersten Gedichtsammlung schreibt der hochgelobte Autor Abdourahman A. Waberi leidenschaftlich über die Landschaft seines Landes und malt uns Bilder von „Wüstenfurchen aus Feuer“ und einem „gelben Chamäleon-Himmel“. Waberis Gedichte führen uns in unerwartete Räume – ins Exil, im Ruf des Muezzins und dorthin, wo der Morgentau „vom Auge der Sonne aufgesogen wird – oft schwarz, manchmal rosa.“ Waberis Stimme ist intelligent, manchmal ironisch und stets ansprechend. Seine Gedichte verurteilen eindringlich die Bürgerkriege, die Ostafrika geplagt haben, und plädieren für Toleranz und Frieden. In diesem kompakten Band leben solche Ideen nebeneinander, wie eine Perlenkette für die Schätze von Timbuktu, die von islamischen Extremisten zerstört wurden, und ein Gedicht, das Edmond Jabès, dem jüdischen Schriftsteller und Dichter, der in Kairo geboren wurde, gewidmet ist.