Manfred Großkinsky Bücher






Im frühen 19. Jahrhundert machte eine ganze Generation von Künstlern den eigenen Augenschein zum Maß der Dinge, traute dem Gefühl und nahm die Kunst persönlich. In einer umfassenden Sonderausstellung präsentiert das MUSEUM GIERSCH die Vielgestalt romantischer Kunst, wie sie im 19. Jahrhundert zwischen Frankfurt und Darmstadt, Mainz und Wiesbaden, vom Odenwald bis in die Schwalm zu finden war. Die historisch und politisch uneinheitliche Region bot Raum für Hofkünstler und Akademielehrer, Maler traditionsreicher Werkstätten und zahlreiche Durchreisende. Künstlerpersönlichkeiten wie Carl Philipp Fohr, Philipp Veit oder Moritz von Schwind prägten die Region in der Romantik. August Lucas, Ludwig Emil Grimm oder Johann Adam Ackermann hinterfragten Traditionen, nahmen neue Motive in den Blick und erhoben die Heimat zur Bildkategorie. In den Porträts von Franz Pforr bis zu Edward von Steinle scheint ein neues Ideal des Künstlers und der Kindheit auf. Der Katalog bildet alle Ausstellungsstücke ab und befasst sich in den Aufsätzen mit den Themen Romantische Topografie, Romantik im Rhein-Main-Gebiet, Romantische Netzwerke im Rhein-Main-Gebiet, Zeichnen und wandern, Freundschaft, Nazarener im Rhein-Main-Gebiet, Ferne, Landschaft, Innenleben und erzählte Bilder.0Exhibition: Museum Giersch, Frankfurt, Germany (22.3.-19.7.2015).
Ersehnte Freiheit
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
Die 1950er Jahre stellten nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus eine Zeit des Aufbruchs dar. In der jungen Bundesrepublik setzte sich die Abstraktion durch, mit der sich die Vorstellung einer neuen Freiheit verband. Die Ausstellung bietet einen differenzierten Blick auf die viel diskutierte Abstraktion in diesem Jahrzehnt. In der Gegenüberstellung der drei wichtigsten Künstlergruppen jener Zeit – „ZEN 49“ in München, „junger westen“ in Recklinghausen und „Quadriga“ in Frankfurt am Main – zeigen sich unterschiedliche lokale Voraussetzungen des Aufbruchs und die Vielfalt abstrakter Positionen.
Magie des Augenblicks
- 295 Seiten
- 11 Lesestunden
Ölskizzen zeichnen sich durch Spontanität, Frische und malerische Offenheit aus. Ihnen kam zunächst im Werkprozess eine besondere Bedeutung zu, denn sie dienten der Fixierung erster Ideen, der Klärung von Komposition, Farbe und Form und damit intern dem Gebrauch als Ideen- und Materialschatz. Als private künstlerische Äußerungen wurden Ölskizzen im Atelier verwahrt und gelegentlich mit Künstlerkollegen diskutiert. Mit der Freilichtmalerei und der Forderung nach Naturtreue geriet die Ölskizze im 19. Jahrhundert stärker in den Fokus des Interesses von Künstlern und Publikum. In zahllosen direkt in der Natur entstandenen Ölskizzen fingen Künstler subjektive, atmosphärisch-stimmungsvolle Natureindrücke ein. Diese Unmittelbarkeit und Naturtreue erlangte eigenständige künstlerische Wertigkeit. Die Ölskizze löste sich aus dem Werkprozess als privates, skizzenhaftes Kleinbild und trat als autonomes, öffentliches Kunstwerk auf. Der Katalog stellt Formen, Funktionen und Bedeutungen von Ölskizzen vor, die von Künstlern des Rhein-Main-Gebiets geschaffen wurden. Ausgewählte Beispiele sämtlicher Gattungen – Landschaft, Interieur, Genre, Historie, Akt und Porträt – bieten einen Überblick über die Entwicklung der Ölskizze von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum frühen 20. Jahrhundert.
Die Entdeckung der Pflanzenwelt
- 255 Seiten
- 9 Lesestunden
Die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt a. M. verfügt über einen exzellenten Bestand an illustrierten Pflanzenbüchern. Er umfasst aufwendig bebilderte Kräuterbücher der Renaissance, Blumenbücher des Barock sowie wissenschaftliche Werke der Botanik des 18. und 19. Jahrhunderts. Aus Anlass des 525-jährigen Bestehens der Bibliothek wird eine Auswahl dieser Bücherschätze im MUSEUM GIERSCH präsentiert und in einem reich bebilderten Katalog vorgestellt: Der einführende Essay des renommierten Experten Hans-Walter Lack, Direktor am Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin, gibt Erläuterungen zur Geschichte der botanischen Buchillustration. Der ausführliche Katalogteil bietet Informationen zu den Entstehungsumständen, der wissenschaftsgeschichtlichen Bedeutung sowie den Pflanzendarstellungen der Bücher. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Bänden botanischer Entdeckungsreisen des 18. und 19. Jahrhunderts mit faszinierenden Erkundungen und Darstellungen der Pflanzenwelt fremder Kontinente.

