Murger Henry Bücher
Dieser Autor zeichnet sich vor allem durch sein Werk „Scènes de la vie de bohème“ aus, das auf seinen eigenen Erfahrungen als verzweifelt armer Schriftsteller in einem Pariser Dachgeschoss und als Mitglied eines lockeren Freundeskreises, der sich selbst „Wassertrinker“ nannte, basiert. In seinem Schreiben verbindet er Instinkt mit Pathos und Humor, wobei Traurigkeit sein vorherrschender Ton ist. Sein literarisches Schaffen, das Romane, Erzählungen und Liedtexte umfasst, hat zahlreiche Opern, Operetten und Musicals inspiriert. Sein „Lied der Musette“ wird treffend als „eine Träne, die zu einer Perle der Poesie geworden ist“ beschrieben.






Seine Jugend verbrachte Henri Murger unter den Buveurs d'eau („Wassertrinkern“), einer Gruppe von Bohémiens im Pariser Quartier Latin. In seinem berühmtesten Werk Scènes de la vie de bohème tauchen, häufig kaum verschleiert, seine realen Freunde auf, z. B. Charles Barbara. Dieses Buch – auf Deutsch teils auch unter dem Titel Zigeunerleben bekannt, etwa in der Übersetzung von Walter Heichen – bildete 1896 die Vorlage für die Oper La Bohème von Giacomo Puccini und, ein Jahr später, für die gleichnamige Oper von Ruggiero Leoncavallo.


