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Maurice Maeterlinck, der vor hundert Jahren als erster und einziger belgischer Schriftsteller den Nobelpreis gewann, stammte aus der Gentser katholischen Bourgeoisie und wurde bereits bei seinem Debüt 1889 als literarische Offenbarung gefeiert. Die unwirkliche Atmosphäre seiner Gedichte prägte die Schriftsteller, Musiker, Theatermacher und bildenden Künstler seiner Zeit. Das Gentse Museum für Schöne Künste richtet im Herbst den Fokus auf Maeterlinck und lässt auch den Bildhauer George Minne, seinen Stadtgenossen, in den Mittelpunkt rücken. Minnes Skulpturen waren für Klimt, Kokoschka und Schiele eine äußerst wichtige Inspirationsquelle. Maeterlinck erkannte in ihm 'den großen Dichter des großen Leids' und bat ihn regelmäßig, seine Bücher zu illustrieren. Minne und Maeterlinck hatten eine starke Verbindung: Sie teilten so sehr dieselben Gedanken, dass Minne manchmal zweifelte, ob eine Idee von ihm oder von Maeterlinck stammte. Die Welt von George Minne und Maurice Maeterlinck folgt dem Duo vom Jahr ihrer ersten Bekanntschaft - um 1886 - und endet Mitte der 1890er Jahre, als sie Gent für Brüssel und Paris verließen. Dieses Buch vermittelt ein lebendiges Bild des Gentser künstlerischen Milieus am Ende des 19. Jahrhunderts, in dem bemerkenswerte Figuren wie Grégoire le Roy, Georges Rodenbach und Charles Van de Woestijne, Fernand Knopff und Leon Spilliaert auftreten.
Buchkauf
Antwerpen, Karel van Isacker
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1986
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