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Im Namen Europas

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Mit seinem Buch wurde der britische Zeithistoriker und Publizist Timothy Garton Ash 1990 in Deutschland bekannt. Sein Werk wird als 'ein wahres Politikum' gefeiert und erhielt von Fachleuten höchste Anerkennung. Garton Ash beleuchtet ein halbes Jahrhundert deutscher Außenpolitik im Kontext der Ost-West-Auseinandersetzung, zwischen machtpolitischem Kalkül und demokratischer Moral, ideologischen Kämpfen und der veröffentlichten Meinung. Für sein monumentales Werk nutzte er alle verfügbaren Materialien, einschließlich Geheimakten aus den SED- und Stasi-Archiven, sowie persönliche Aufzeichnungen und Korrespondenzen von wichtigen Persönlichkeiten wie Brandt, Schmidt, Kohl und Gorbatschow. Zudem führte er Gespräche mit nahezu allen damals beteiligten Akteuren, darunter auch Honecker im Moabiter Gefängnis. Zentral ist die Frage, ob die deutsche Ostpolitik, die 'im Namen Europas' betrieben wurde, zur Vereinigung und zur Wende im Osten beigetragen hat. Die Antworten sind ambivalent: Ja, sie half, die monolithische Teilung der Welt zu lockern; nein, sie war stabilitätsorientiert und versuchte, den Status quo zu bewahren. Letztlich wurde diese Politik von der 'Bewegung von unten', dem Aufstand der Osteuropäer und Ostdeutschen, überrannt.

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Im Namen Europas, Timothy Garton Ash

Sprache
Erscheinungsdatum
1995
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(Paperback)
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Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
1995
Einband
Paperback
Seitenzahl
855
ISBN10
3596125677
ISBN13
9783596125678
Reihe
Originaltitel
In Europe's name
Bewertung
3,85 von 5 Sternen
Beschreibung
Mit seinem Buch wurde der britische Zeithistoriker und Publizist Timothy Garton Ash 1990 in Deutschland bekannt. Sein Werk wird als 'ein wahres Politikum' gefeiert und erhielt von Fachleuten höchste Anerkennung. Garton Ash beleuchtet ein halbes Jahrhundert deutscher Außenpolitik im Kontext der Ost-West-Auseinandersetzung, zwischen machtpolitischem Kalkül und demokratischer Moral, ideologischen Kämpfen und der veröffentlichten Meinung. Für sein monumentales Werk nutzte er alle verfügbaren Materialien, einschließlich Geheimakten aus den SED- und Stasi-Archiven, sowie persönliche Aufzeichnungen und Korrespondenzen von wichtigen Persönlichkeiten wie Brandt, Schmidt, Kohl und Gorbatschow. Zudem führte er Gespräche mit nahezu allen damals beteiligten Akteuren, darunter auch Honecker im Moabiter Gefängnis. Zentral ist die Frage, ob die deutsche Ostpolitik, die 'im Namen Europas' betrieben wurde, zur Vereinigung und zur Wende im Osten beigetragen hat. Die Antworten sind ambivalent: Ja, sie half, die monolithische Teilung der Welt zu lockern; nein, sie war stabilitätsorientiert und versuchte, den Status quo zu bewahren. Letztlich wurde diese Politik von der 'Bewegung von unten', dem Aufstand der Osteuropäer und Ostdeutschen, überrannt.