Die Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss ist kein gewöhnlicher Roman, sondern ein gewaltiges, intellektuell leuchtendes Kunstwerk. Das Politik, Kunst und Menschlichkeit in einer sprachlich überwältigenden Form verbindet, wer dieses Buch liest, erlebt Denken als Abenteuer und entdeckt, wie kraftvoll Literatur Geschichte und Widerstand fühlbar machen kann. Ein Werk, dass man besitzen, verschenken und immer wieder neu lesen möchte.

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Weiss’ Werk ist ein Panoramabild der europäischen Arbeiterklasse zwischen 1917 und 1945. Und eine Geschichte der Kunst. Auf der einen Seite: die Linke mit ihren Parteien, Flügeln und Fraktionen, die sich über Fragen um Haltung und Strategien im Kampf gegen Faschismus und Nationalsozialismus scheinbar unversöhnlich gegenseitig zerfleischten. Auf der anderen: beispiellose Beschreibungen von u. a. Gericaults Floß der Medusa, Picassos Guernica und des Pergamonaltars (zu dessen Füßen Weiss seinen namenlosen Arbeiter nach Antworten zum richtigen Handeln suchen lässt). So wird das Buch zu einem brillanten Essay über Kunst als sinnliches Mittel zur Bewusstwerdung des Revolutionärs und über Kräfte, die durch eine Auseinandersetzung mit Kunst im revolutionären Prozess freigesetzt werden können. Diese Lektüre macht es einem nicht leicht. Aber es ist eine Arbeit, die sich lohnt. Nach starken Abweichungen der Ausgaben in BRD und DDR entspricht die vorliegende Fassung Weiss’ Vorgaben.
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Die Ästhetik des Widerstands, Peter Weiss
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- 2016
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- (Hardcover)













