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Sexuelle Poetik

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  • 304 Seiten
  • 11 Lesestunden

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Daß große Literatur einiges mit den libidinösen Verstrickungen ihrer Autoren zu tun hat, steht außer Zweifel. Aber nicht darum geht es in Ina Hartwigs Buch, sondern um die ungleich spannendere Frage, welche poetische Funktion dem Erzählen von sexuellem Begehren in literarischen Werken zukommen kann. Was unsere Kultur als Sexualität bezeichnet, interessiert hier in seiner literarischen Manifestation, als organisierendes Prinzip einer poetischen Logik. Vier verschiedene Poetiken des Sexuellen arbeitet die Autorin heraus: ihre Aufmerksamkeit gilt dabei der oft fehlgedeuteten Liebe zur weiblichen Homosexualität in Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, der inzestuösen Geschwisterliebe in Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“, der männlichen Homosexualität bei Jean Genet und Elfriede Jelineks obsessivem Abgesang auf alle ehelichen Verheißungen des Eros. Hartwigs Lektüren erschließen nicht nur zentrale Motive der Literatur unseres Jahrhunderts, sondern werfen auch neues Licht auf die interpretierten Romane.

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Sexuelle Poetik, Ina Hartwig

Sprache
Erscheinungsdatum
1998
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(Paperback)
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Titel
Sexuelle Poetik
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Ina Hartwig
Erscheinungsdatum
1998
Einband
Paperback
Seitenzahl
304
ISBN10
3596139597
ISBN13
9783596139590
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
3 von 5 Sternen
Beschreibung
Daß große Literatur einiges mit den libidinösen Verstrickungen ihrer Autoren zu tun hat, steht außer Zweifel. Aber nicht darum geht es in Ina Hartwigs Buch, sondern um die ungleich spannendere Frage, welche poetische Funktion dem Erzählen von sexuellem Begehren in literarischen Werken zukommen kann. Was unsere Kultur als Sexualität bezeichnet, interessiert hier in seiner literarischen Manifestation, als organisierendes Prinzip einer poetischen Logik. Vier verschiedene Poetiken des Sexuellen arbeitet die Autorin heraus: ihre Aufmerksamkeit gilt dabei der oft fehlgedeuteten Liebe zur weiblichen Homosexualität in Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, der inzestuösen Geschwisterliebe in Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“, der männlichen Homosexualität bei Jean Genet und Elfriede Jelineks obsessivem Abgesang auf alle ehelichen Verheißungen des Eros. Hartwigs Lektüren erschließen nicht nur zentrale Motive der Literatur unseres Jahrhunderts, sondern werfen auch neues Licht auf die interpretierten Romane.