Gratis Versand ab € 14,99. Mehr Infos.
Bookbot

Zukunft der Erwerbsarbeit

Autor*innen

Buchbewertung

Mehr zum Buch

Die OECD kommt in ihrer Untersuchung der Einkommensentwicklung zu dem Schluss, dass es kaum Belege dafür gibt, dass Länder mit einem geringen Anteil an Niedrigbezahlten dies auf Kosten höherer Arbeitslosenzahlen oder eines geringeren Beschäftigungsniveaus erreicht haben. Die Gründe, warum mehr Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt nicht die prognostizierten Effekte zeigt, liegen in zwei Mängeln des theoretischen Modells. Erstens wird die Dynamik der Arbeitsmärkte nicht berücksichtigt. Die Annahme, dass man Löhne senken kann, ohne dass sich das Verhalten von Beschäftigten und Unternehmen ändert, ist unrealistisch. Sinkende Löhne führen oft zu einem Rückgang der Motivation und der Grenzproduktivität, was die Beschäftigung unrentabel macht. Unternehmen investieren weniger in das Humankapital, was die Produktivität weiter senkt und die Anreize zur Beschäftigung unqualifizierter Arbeitskräfte verringert. Zweitens sind die Ursachen für Arbeitslosigkeit nicht allein im Arbeitsmarkt zu suchen; makroökonomische Faktoren wie Realzinsen, Währungsrelationen und Fiskalpolitik spielen eine entscheidende Rolle. Ein Vergleich zwischen Großbritannien und Deutschland zeigt, dass 90% der Unterschiede in der Arbeitsmarktentwicklung durch weniger restriktive Geldpolitik und andere makroökonomische Bedingungen erklärt werden können. In den USA war zudem die Innovationsdynamik erheblich größer, was zu einem höheren Beschäftigungswachstum in oberen Einko

Buchkauf

Zukunft der Erwerbsarbeit, Gerhard Bosch

Sprache
Erscheinungsdatum
1998
product-detail.submit-box.info.binding
(Paperback)
Wir benachrichtigen dich per E-Mail.

Lieferung

  • Gratis Versand ab 14,99 € in ganz Österreich! Mehr Infos.

Zahlungsmethoden

5,0
Ausgezeichnet
1 Bewertung

Hier könnte deine Bewertung stehen.

Titel
Zukunft der Erwerbsarbeit
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Gerhard Bosch
Erscheinungsdatum
1998
Einband
Paperback
ISBN10
3593361353
ISBN13
9783593361352
Reihe
Bewertung
5 von 5 Sternen
Beschreibung
Die OECD kommt in ihrer Untersuchung der Einkommensentwicklung zu dem Schluss, dass es kaum Belege dafür gibt, dass Länder mit einem geringen Anteil an Niedrigbezahlten dies auf Kosten höherer Arbeitslosenzahlen oder eines geringeren Beschäftigungsniveaus erreicht haben. Die Gründe, warum mehr Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt nicht die prognostizierten Effekte zeigt, liegen in zwei Mängeln des theoretischen Modells. Erstens wird die Dynamik der Arbeitsmärkte nicht berücksichtigt. Die Annahme, dass man Löhne senken kann, ohne dass sich das Verhalten von Beschäftigten und Unternehmen ändert, ist unrealistisch. Sinkende Löhne führen oft zu einem Rückgang der Motivation und der Grenzproduktivität, was die Beschäftigung unrentabel macht. Unternehmen investieren weniger in das Humankapital, was die Produktivität weiter senkt und die Anreize zur Beschäftigung unqualifizierter Arbeitskräfte verringert. Zweitens sind die Ursachen für Arbeitslosigkeit nicht allein im Arbeitsmarkt zu suchen; makroökonomische Faktoren wie Realzinsen, Währungsrelationen und Fiskalpolitik spielen eine entscheidende Rolle. Ein Vergleich zwischen Großbritannien und Deutschland zeigt, dass 90% der Unterschiede in der Arbeitsmarktentwicklung durch weniger restriktive Geldpolitik und andere makroökonomische Bedingungen erklärt werden können. In den USA war zudem die Innovationsdynamik erheblich größer, was zu einem höheren Beschäftigungswachstum in oberen Einko