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Grinsend, dumm, grimassierend oder angewidert – so erscheinen die Charakterstudien, die Franz Xaver Messerschmidt in Blei gegossen oder in Alabaster gemeißelt hat, den Betrachtern. Es sind Skulpturen, die keinem klassischen Schönheitsideal entsprechen, sondern den Betrachter mit einer Typologie des Hässlichen konfrontieren. Die faszinierenden Charakterbüsten des barocken Bildhauers Messerschmidt mögen seinem Zeitgenossen Johann Kaspar Lavater verpflichtet sein, doch sie verblüffen stets mit ihrer zeitlosen künstlerischen Aggressivität – ihrem Modernismus sogar – und legen die Kehrseiten menschlicher Ausdrucksformen offen. Messerschmidt, der konventionelle Porträts von Würdenträgern wie Kaiserin Maria Theresia und Joseph II. während seiner Zeit an der k.k. Akademie in Wien schuf, begann um 1770 mit einer ausschließlichen Produktion von Charakterbüsten, eine Vorliebe, die ihm schnell den Ruf eines Außenseiters einbrachte. Nach einer nie klar definierten psychischen Erkrankung ging er frühzeitig in den Ruhestand und verbrachte den Rest seines Lebens als Einsiedler in Pressburg. Diese umfassende Monografie über einen außergewöhnlichen Künstler versucht, die tiefere Bedeutung eines ebenso ungewöhnlichen wie kompromisslosen Werkes zu interpretieren.
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Franz Xaver Messerschmidt, Maraike Bückling
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 2002
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- (Hardcover)
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- Titel
- Franz Xaver Messerschmidt
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Maraike Bückling
- Verlag
- Hatje Cantz
- Erscheinungsdatum
- 2002
- Einband
- Hardcover
- Seitenzahl
- 304
- ISBN10
- 3775712453
- ISBN13
- 9783775712453
- Reihe
- Schlagwörter
- Sachbücher, Kunst & Kultur, Ausstellungskataloge
- Bewertung
- 4,5 von 5 Sternen
- Beschreibung
- Grinsend, dumm, grimassierend oder angewidert – so erscheinen die Charakterstudien, die Franz Xaver Messerschmidt in Blei gegossen oder in Alabaster gemeißelt hat, den Betrachtern. Es sind Skulpturen, die keinem klassischen Schönheitsideal entsprechen, sondern den Betrachter mit einer Typologie des Hässlichen konfrontieren. Die faszinierenden Charakterbüsten des barocken Bildhauers Messerschmidt mögen seinem Zeitgenossen Johann Kaspar Lavater verpflichtet sein, doch sie verblüffen stets mit ihrer zeitlosen künstlerischen Aggressivität – ihrem Modernismus sogar – und legen die Kehrseiten menschlicher Ausdrucksformen offen. Messerschmidt, der konventionelle Porträts von Würdenträgern wie Kaiserin Maria Theresia und Joseph II. während seiner Zeit an der k.k. Akademie in Wien schuf, begann um 1770 mit einer ausschließlichen Produktion von Charakterbüsten, eine Vorliebe, die ihm schnell den Ruf eines Außenseiters einbrachte. Nach einer nie klar definierten psychischen Erkrankung ging er frühzeitig in den Ruhestand und verbrachte den Rest seines Lebens als Einsiedler in Pressburg. Diese umfassende Monografie über einen außergewöhnlichen Künstler versucht, die tiefere Bedeutung eines ebenso ungewöhnlichen wie kompromisslosen Werkes zu interpretieren.


