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Russischer Alltag

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  • 520 Seiten
  • 19 Lesestunden

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In drei Bänden öffnet Carsten Goehrke neun Zeitfenster in die Vergangenheit, um charakteristische Veränderungen des täglichen Lebens zu dokumentieren. Jedes Zeitbild rekonstruiert den Alltag eines Individuums in konzentrischen Kreisen: vom häuslichen Umfeld über den Hof und die Siedlung bis zur Region, einschließlich ihrer sozialen Vernetzungen. Dies ermöglicht dem Leser, die Lebens- und Vorstellungswelten einer bestimmten Schicht oder Gruppe aus deren Perspektive zu verstehen. Mit der historischen Entwicklung wächst auch der Umfang der Zeitbilder. Goehrke untersucht zwei Ebenen: Er rekonstruiert vergangene Lebenswelten mit ihren Grundkonstanten wie Existenzsicherung, Wohnen, Essen, Sexualität und sozialen Beziehungen. Gleichzeitig zeigt er die Normen und Werte, die die Welt- und Lebensdeutungen der Menschen einer bestimmten Epoche und Gesellschaftsschicht prägen. Der zweite Band skizziert das russische Alltagsleben im späten 18. Jahrhundert und zwischen 1880 und 1914. In dieser Zeit waren die Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie zwischen den sozialen Schichten nie größer, da die von Peter dem Großen eingeleitete Verwestlichung zunächst nur die Elite erreichte, während die Landbevölkerung und städtischen Unterschichten erst mit der Industrialisierung in den Wandel einbezogen wurden.

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Russischer Alltag, Carsten Goehrke

Sprache
Erscheinungsdatum
2003
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(Hardcover),
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Carsten Goehrke
Erscheinungsdatum
2003
Einband
Hardcover
Seitenzahl
520
ISBN10
3034005849
ISBN13
9783034005845
Reihe
Beschreibung
In drei Bänden öffnet Carsten Goehrke neun Zeitfenster in die Vergangenheit, um charakteristische Veränderungen des täglichen Lebens zu dokumentieren. Jedes Zeitbild rekonstruiert den Alltag eines Individuums in konzentrischen Kreisen: vom häuslichen Umfeld über den Hof und die Siedlung bis zur Region, einschließlich ihrer sozialen Vernetzungen. Dies ermöglicht dem Leser, die Lebens- und Vorstellungswelten einer bestimmten Schicht oder Gruppe aus deren Perspektive zu verstehen. Mit der historischen Entwicklung wächst auch der Umfang der Zeitbilder. Goehrke untersucht zwei Ebenen: Er rekonstruiert vergangene Lebenswelten mit ihren Grundkonstanten wie Existenzsicherung, Wohnen, Essen, Sexualität und sozialen Beziehungen. Gleichzeitig zeigt er die Normen und Werte, die die Welt- und Lebensdeutungen der Menschen einer bestimmten Epoche und Gesellschaftsschicht prägen. Der zweite Band skizziert das russische Alltagsleben im späten 18. Jahrhundert und zwischen 1880 und 1914. In dieser Zeit waren die Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie zwischen den sozialen Schichten nie größer, da die von Peter dem Großen eingeleitete Verwestlichung zunächst nur die Elite erreichte, während die Landbevölkerung und städtischen Unterschichten erst mit der Industrialisierung in den Wandel einbezogen wurden.