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Das Testament des Abbé Meslier

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Die weltweiten Aufwallungen des Religiösen treffen auf eine besorgniserregende Selbstvergessenheit im spätmodernen Kulturbetrieb, der zunehmend seine säkular-humanistischen Wurzeln verrät. Verführt durch den inszenierten Medienkatholizismus und als Kontrast zur Marktanbetung lesen sich die postmodern verbildeten Feuilletons mittlerweile wie Bewerbungsschreiben für kirchliche Huldigungsblätter. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erleben wir eine weltpolitisch bestimmende Konfrontation zwischen religiös ausgerichteten Herrschaftsträgern und -aspiranten, insbesondere durch die gewalttätige Kollision zwischen fundamentalistisch inspiriertem US-Kapitalismus und islamistisch entzündeter Herrschaftskultur. Religiöse Glaubensformen wirken zunehmend als desorientierende Bedeutungssysteme, die menschliche Widerspruchs- und Krisenerfahrungen in eine regressiv-reaktionäre Richtung lenken. Vor diesem Hintergrund ist der Nachlasstext von Jean Meslier, nun wieder in deutscher Sprache zugänglich, von brennender Tagesaktualität. Mesliers „Testament“ verbindet radikale Herrschafts- und Religionskritik in umfassender Weise. Diese kritische Offenlegung religiöser und gesellschaftlicher Herrschaftssynthese markiert den Beginn des sozial- und subjektemanzipatorischen Diskurses der Moderne.

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Das Testament des Abbé Meslier, Jean Meslier

Sprache
Erscheinungsdatum
2005
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(Paperback)
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Titel
Das Testament des Abbé Meslier
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Jean Meslier
Erscheinungsdatum
2005
Einband
Paperback
ISBN10
300015292X
ISBN13
9783000152924
Reihe
Originaltitel
Le téstament
Beschreibung
Die weltweiten Aufwallungen des Religiösen treffen auf eine besorgniserregende Selbstvergessenheit im spätmodernen Kulturbetrieb, der zunehmend seine säkular-humanistischen Wurzeln verrät. Verführt durch den inszenierten Medienkatholizismus und als Kontrast zur Marktanbetung lesen sich die postmodern verbildeten Feuilletons mittlerweile wie Bewerbungsschreiben für kirchliche Huldigungsblätter. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erleben wir eine weltpolitisch bestimmende Konfrontation zwischen religiös ausgerichteten Herrschaftsträgern und -aspiranten, insbesondere durch die gewalttätige Kollision zwischen fundamentalistisch inspiriertem US-Kapitalismus und islamistisch entzündeter Herrschaftskultur. Religiöse Glaubensformen wirken zunehmend als desorientierende Bedeutungssysteme, die menschliche Widerspruchs- und Krisenerfahrungen in eine regressiv-reaktionäre Richtung lenken. Vor diesem Hintergrund ist der Nachlasstext von Jean Meslier, nun wieder in deutscher Sprache zugänglich, von brennender Tagesaktualität. Mesliers „Testament“ verbindet radikale Herrschafts- und Religionskritik in umfassender Weise. Diese kritische Offenlegung religiöser und gesellschaftlicher Herrschaftssynthese markiert den Beginn des sozial- und subjektemanzipatorischen Diskurses der Moderne.