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Auf den Wassern des Lebens

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Atemberaubend spannend – deutsche Geschichte als Theatergeschichte. Carola Stern erzählt lebendig und kunstvoll das dramatische Leben zweier genialer Schauspieler in einer großartigen Biographie. Gustaf Gründgens, der in den zwanziger Jahren an seine Mutter schreibt, dass er in Extremen lebt, feiert seine ersten Erfolge auf der Bühne der Hamburger Kammerspiele und sympathisiert mit der KPD. Neun Tage vor der Machtübernahme der Nazis stehen in einer Berliner Faust-Aufführung die gefeierten und gefeuerten Schauspieler zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne. Stern beleuchtet das Schicksal von Gründgens und Hoppe, den Aufsteigern im NS-Staat, und das ihrer geflüchteten und ermordeten Kollegen. Gründgens, als Görings Günstling, trägt zur Propaganda des Hitler-Staates bei, während er gefährdete Kollegen unterstützt. Marianne Hoppe wird UFA-Star und verkörpert in ihren Filmen das Idealbild der deutschen Frau, versteckt jedoch ihren jüdischen Freund Carl Dreyfuss. In der Bonner Republik überträgt Gründgens Adenauers Maxime „Keine Experimente“ kongenial auf die Bühne, während Hoppe mit modernen Autoren und Regisseuren wie Thomas Bernhard und Heiner Müller Anschluss an das zeitgenössische Theater findet. Nach zehn Jahren Ehe sucht Gründgens, der homosexuell ist, Freundschaft und Geborgenheit, die er bei Erika Mann nicht fand. Dennoch bleibt Hoppe ihm durch Nähe und Loyalität verbunden, auch über die Scheidung hinaus.

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Auf den Wassern des Lebens, Carola Stern

Sprache
Erscheinungsdatum
2005
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Carola Stern
Erscheinungsdatum
2005
Einband
Hardcover
Seitenzahl
400
ISBN10
3462036041
ISBN13
9783462036046
Reihe
Bewertung
4,55 von 5 Sternen
Beschreibung
Atemberaubend spannend – deutsche Geschichte als Theatergeschichte. Carola Stern erzählt lebendig und kunstvoll das dramatische Leben zweier genialer Schauspieler in einer großartigen Biographie. Gustaf Gründgens, der in den zwanziger Jahren an seine Mutter schreibt, dass er in Extremen lebt, feiert seine ersten Erfolge auf der Bühne der Hamburger Kammerspiele und sympathisiert mit der KPD. Neun Tage vor der Machtübernahme der Nazis stehen in einer Berliner Faust-Aufführung die gefeierten und gefeuerten Schauspieler zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne. Stern beleuchtet das Schicksal von Gründgens und Hoppe, den Aufsteigern im NS-Staat, und das ihrer geflüchteten und ermordeten Kollegen. Gründgens, als Görings Günstling, trägt zur Propaganda des Hitler-Staates bei, während er gefährdete Kollegen unterstützt. Marianne Hoppe wird UFA-Star und verkörpert in ihren Filmen das Idealbild der deutschen Frau, versteckt jedoch ihren jüdischen Freund Carl Dreyfuss. In der Bonner Republik überträgt Gründgens Adenauers Maxime „Keine Experimente“ kongenial auf die Bühne, während Hoppe mit modernen Autoren und Regisseuren wie Thomas Bernhard und Heiner Müller Anschluss an das zeitgenössische Theater findet. Nach zehn Jahren Ehe sucht Gründgens, der homosexuell ist, Freundschaft und Geborgenheit, die er bei Erika Mann nicht fand. Dennoch bleibt Hoppe ihm durch Nähe und Loyalität verbunden, auch über die Scheidung hinaus.