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Lucio Fontana

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Lucio Fontana (1899–1968) war ein italienisch-argentinischer Bildhauer, Maler und Keramiker, der bereits in den 1930ern versuchte, mit polychromen Skulpturen und Mosaiken die abstrakte Kunst in die Dreidimensionalität zu überführen. Nach dem Krieg schrieb er mit seinem „Weißen Manifest“ das Programm der sogenannten spatialen Bewegung, einer losen Gruppe von Künstlern, Autoren und Philosophen, die die klassischen Kunstformen Malerei, Bildhauerei, Dichtung und Musik in einer neuartigen, zeitgemäßen Kunst von räumlicher, prozessualer Qualität aufheben wollte. Als Fontana der Leinwand erst mit dem Locheisen und dann mit dem Messer zu Leibe rückt und das traditionelle Tafelbild mit seinen Löchern (Buchi) und Schlitzen (Tagli) um eine neue, unsichtbare vierte Dimension des „Dahinters“ erweitert, ist ein Wendepunkt in der Kunst der Moderne markiert. Neben den zerschlitzten Leinwänden, die Fontanas Markenzeichen wurden, widmet sich dieser Wegweiser durch Fontanas verwirrend vielfältiges Œuvre auch seinen weniger bekannten Arbeiten als figürlich-dekorativer Künstler und seinen Experimenten mit Lichtskulpturen und begehbaren Rauminstallationen, die als erste Environments der modernen Kunst gelten.

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Lucio Fontana, Barbara Hess

Sprache
Erscheinungsdatum
2017
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Barbara Hess
Verlag
Taschen
Erscheinungsdatum
2017
Einband
Hardcover
Seitenzahl
96
ISBN10
3836545675
ISBN13
9783836545679
Bewertung
3,3 von 5 Sternen
Beschreibung
Lucio Fontana (1899–1968) war ein italienisch-argentinischer Bildhauer, Maler und Keramiker, der bereits in den 1930ern versuchte, mit polychromen Skulpturen und Mosaiken die abstrakte Kunst in die Dreidimensionalität zu überführen. Nach dem Krieg schrieb er mit seinem „Weißen Manifest“ das Programm der sogenannten spatialen Bewegung, einer losen Gruppe von Künstlern, Autoren und Philosophen, die die klassischen Kunstformen Malerei, Bildhauerei, Dichtung und Musik in einer neuartigen, zeitgemäßen Kunst von räumlicher, prozessualer Qualität aufheben wollte. Als Fontana der Leinwand erst mit dem Locheisen und dann mit dem Messer zu Leibe rückt und das traditionelle Tafelbild mit seinen Löchern (Buchi) und Schlitzen (Tagli) um eine neue, unsichtbare vierte Dimension des „Dahinters“ erweitert, ist ein Wendepunkt in der Kunst der Moderne markiert. Neben den zerschlitzten Leinwänden, die Fontanas Markenzeichen wurden, widmet sich dieser Wegweiser durch Fontanas verwirrend vielfältiges Œuvre auch seinen weniger bekannten Arbeiten als figürlich-dekorativer Künstler und seinen Experimenten mit Lichtskulpturen und begehbaren Rauminstallationen, die als erste Environments der modernen Kunst gelten.