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Treffpunkt der Moderne

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Scheit und Swoboda bieten eine fundierte, verständliche Analyse von Gustav Mahler und der Moderne, indem sie Musik als gesellschaftliche Praxis betrachten und die Mahler-Rezeption politisch interpretieren. Diese Perspektive ist besonders relevant im Mahler-Jahr, da Mahler oft als unangefochtene Jugendstilikone glorifiziert wird, was ihm nicht gerecht wird. Die Autoren argumentieren, dass Mahlers Musik wesentlich zur Durchsetzung der Moderne in Wien beigetragen hat, die als spezifischer „Treffpunkt der Moderne“ gilt. Sie stützen sich auf Adornos Schriften, die die Merkmale der Moderne im 20. Jahrhundert beleuchten und die inneren Widersprüche der Moderne aufzeigen. Adorno versteht Mahlers Musik als Kritik an einer zurückhaltenden Moderne, die nach 1945 in Wien vorherrschte, repräsentiert durch das Spätwerk von Richard Strauss. Das Buch verfolgt Adornos Strategien zur Etablierung von Mahlers Musik in Wien von den 1920er bis in die 1960er Jahre, unter Verwendung neuer literarischer Quellen und der jüngsten Forschungsliteratur zu Adorno. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, ob nach der erfolgreichen Etablierung von Mahlers Musik im Konzertsaal noch etwas von dem modernen Begriff übrig geblieben ist, den Adorno durch sie entfalten konnte.

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Treffpunkt der Moderne, Gerhard Scheit

Sprache
Erscheinungsdatum
2010
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(Paperback)
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Titel
Treffpunkt der Moderne
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Gerhard Scheit
Erscheinungsdatum
2010
Einband
Paperback
Seitenzahl
250
ISBN10
3854493320
ISBN13
9783854493327
Reihe
Beschreibung
Scheit und Swoboda bieten eine fundierte, verständliche Analyse von Gustav Mahler und der Moderne, indem sie Musik als gesellschaftliche Praxis betrachten und die Mahler-Rezeption politisch interpretieren. Diese Perspektive ist besonders relevant im Mahler-Jahr, da Mahler oft als unangefochtene Jugendstilikone glorifiziert wird, was ihm nicht gerecht wird. Die Autoren argumentieren, dass Mahlers Musik wesentlich zur Durchsetzung der Moderne in Wien beigetragen hat, die als spezifischer „Treffpunkt der Moderne“ gilt. Sie stützen sich auf Adornos Schriften, die die Merkmale der Moderne im 20. Jahrhundert beleuchten und die inneren Widersprüche der Moderne aufzeigen. Adorno versteht Mahlers Musik als Kritik an einer zurückhaltenden Moderne, die nach 1945 in Wien vorherrschte, repräsentiert durch das Spätwerk von Richard Strauss. Das Buch verfolgt Adornos Strategien zur Etablierung von Mahlers Musik in Wien von den 1920er bis in die 1960er Jahre, unter Verwendung neuer literarischer Quellen und der jüngsten Forschungsliteratur zu Adorno. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, ob nach der erfolgreichen Etablierung von Mahlers Musik im Konzertsaal noch etwas von dem modernen Begriff übrig geblieben ist, den Adorno durch sie entfalten konnte.