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Parflexion

Ein Brevier um Veränderung

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Denken heißt unterbrechen. Das kognitiv betonte Denken aus der Aufklärung des 18. Jahrhunderts tendiert dazu, einmal gefundene Denkwege nicht zu verlassen, sondern sie weiter auszubauen und gegen Abwege zu sichern. Die ursprüngliche Freiheit durch Vernunft entwickelte sich zur Alternativlosigkeit der Vernunft, die sich als unhinterfragbare Festlegung präsentiert und ununterbrochene Strukturen etabliert, die als unauflösbar erscheinen. Diese strukturelle Gewalt wird innerlich und führt den Menschen in eine selbstanklagende Struktur, aus der er ohne Selbstbeschuldigung nicht entkommen kann. Die Unterbrechung wird als Verfahren zur Parflexion vorgestellt, um die Brüchigkeit dieser innerlichen Gewalt aufzudecken und in der Nutzung der Fraganten eine Selbstorganisation des Aufbrechenden zu entwickeln. Parflexion fungiert als ganzheitlicher Wahrnehmungskörper, der durch Eigenorganisation der Fraganten Selbstähnlichkeit und Entgrenzung als neuen, differenzierten Ort gewinnt. Der Autor zeigt, wie der Mensch durch einen intrapsychischen Denkprozess in eine isolierte Selbstreferenz versinkt, wobei die Peripherie als Dissipatives und Disparates aus dem Blick gerät. Dies führt zu konservativen Gewohnheiten und geistigen Fixierungen, die den kreativen Prozess hemmen. Ploetz bewegt sich im Raum des Unbekannten und Unbeherrschbaren, wo die Chance besteht, Neues zu schaffen und das erstarrte Leben wieder in Fluss zu bringen. Brüche und Fronte

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Parflexion, Klaus von Ploetz

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2017,
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