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Patriarcha

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In »Patriarcha«, verfasst zwischen 1628 und 1631 und zu Lebzeiten des Autors nur als Manuskript verbreitet, legt Robert Filmer die Grundlagen des politischen Patriarchalismus unter Berufung auf die Heilige Schrift dar. Im Mittelpunkt steht die Behauptung, dass die Untertänigkeit der Kinder durch Gottes Verordnung die Quelle aller königlichen Autorität ist. Filmer zieht eine Parallele zwischen der Macht des Vaters und der des Königs und interpretiert Adam als den ursprünglichen Vater der Menschheit, von dem alle Herrschaft genealogisch abgeleitet wird. Er argumentiert, dass es keiner anderen Begründung für staatliche Souveränität bedarf und wendet sich gegen die Idee eines Gesellschaftsvertrags, wie sie von Denkern wie Suárez, Grotius und Hobbes vertreten wurde. Seine Schrift entstand in einer Zeit politischer Konflikte zwischen Parlament und Krone, die zum englischen Bürgerkrieg und zur Hinrichtung Charles I. führten. Filmer reagierte auf parlamentarische Forderungen, die sich im Namen der Freiheit auf Naturrechtslehren stützten. Er vertrat die Ansicht, dass Menschen niemals in einem Zustand natürlicher Freiheit seien und hielt das Konzept der natürlichen Freiheit für trügerisch und gefährlich. Obwohl Filmers Überzeugungen zeitgebunden sind und heute als obsolet gelten, stellen sie einen bedeutenden Meilenstein in der politischen Ideengeschichte dar und zeigen seinen Einfluss im politischen Meinungsstreit seiner Zeit.

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Patriarcha, Robert Filmer

Sprache
Erscheinungsdatum
2019
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(Hardcover)
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Titel
Patriarcha
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Robert Filmer
Verlag
Meiner
Erscheinungsdatum
2019
Einband
Hardcover
ISBN10
3787336842
ISBN13
9783787336845
Reihe
Beschreibung
In »Patriarcha«, verfasst zwischen 1628 und 1631 und zu Lebzeiten des Autors nur als Manuskript verbreitet, legt Robert Filmer die Grundlagen des politischen Patriarchalismus unter Berufung auf die Heilige Schrift dar. Im Mittelpunkt steht die Behauptung, dass die Untertänigkeit der Kinder durch Gottes Verordnung die Quelle aller königlichen Autorität ist. Filmer zieht eine Parallele zwischen der Macht des Vaters und der des Königs und interpretiert Adam als den ursprünglichen Vater der Menschheit, von dem alle Herrschaft genealogisch abgeleitet wird. Er argumentiert, dass es keiner anderen Begründung für staatliche Souveränität bedarf und wendet sich gegen die Idee eines Gesellschaftsvertrags, wie sie von Denkern wie Suárez, Grotius und Hobbes vertreten wurde. Seine Schrift entstand in einer Zeit politischer Konflikte zwischen Parlament und Krone, die zum englischen Bürgerkrieg und zur Hinrichtung Charles I. führten. Filmer reagierte auf parlamentarische Forderungen, die sich im Namen der Freiheit auf Naturrechtslehren stützten. Er vertrat die Ansicht, dass Menschen niemals in einem Zustand natürlicher Freiheit seien und hielt das Konzept der natürlichen Freiheit für trügerisch und gefährlich. Obwohl Filmers Überzeugungen zeitgebunden sind und heute als obsolet gelten, stellen sie einen bedeutenden Meilenstein in der politischen Ideengeschichte dar und zeigen seinen Einfluss im politischen Meinungsstreit seiner Zeit.