Jane Austen schreibt hier keinen verstaubten Liebesroman, sondern eine überraschend witzige, kluge und oft bissige Gesellschaftskomödie über Erwartungen, Fehlurteile und verletzten Stolz. Elizabeth Bennet ist eine Heldin, die auch heute noch erstaunlich modern wirkt. Sie ist schlagfertig, selbstbewusst und nicht bereit, sich aus Bequemlichkeit oder gesellschaftlichem Druck heraus zu verbiegen. Die berühmte Beziehung zu Mr. Darcy lebt weniger von Romantik im klassischen Sinn als von Missverständnissen, verletzter Eitelkeit und langsam wachsender Selbsterkenntnis, auf beiden Seiten. Austens große Stärke ist ihr Blick für Menschen. Mit feiner Ironie entlarvt sie Heuchelei, Standesdünkel und Heiratswahn, ohne dabei jemals grausam zu werden. Selbst Nebenfiguren sind präzise gezeichnet und oft herrlich überspitzt. Besonders Mrs. Bennet ist eine Quelle dauerhafter Fremdscham und gleichzeitig erstaunlich real. Das Tempo ist ruhig, die Handlung überschaubar. Spannung entsteht nicht durch große Ereignisse, sondern durch Dialoge, Blicke und das, was unausgesprochen bleibt. Wer Action sucht, wird hier nicht fündig. Wer jedoch Freude an Sprache, Humor und Beobachtungsgabe hat, kommt voll auf seine Kosten. Stolz und Vorurteil ist ein Roman über Liebe, aber vor allem über das Lernen, sich selbst und andere klarer zu sehen. Charmant, klug und deutlich zeitloser, als man denkt.

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Jane Austen: Stolz und Vorurteil »In der ganzen Welt gilt es als ausgemachte Wahrheit, dass ein begüterter Junggeselle unbedingt nach einer Frau Ausschau halten muss …« Frauen sind Verfügungsmasse. Sie werden auserkoren, oder auch nicht. Jane Austens Roman folgt oberflächlich dem konservativen Wertesystem der damaligen Zeit, und ist gleichzeitig ein schreiender Protest dagegen. Ist das alles richtig so? Muss mein Leben so eingerichtet sein? Leben wir nicht in furchtbaren Zwängen? Das sind die Fragen, mit denen Elizabeth Bennet ringt. Hin- und her gerissen ist sie zwischen ihrem eigenen starken Willen, und dem, was die Gesellschaft von ihr erwartet. Abgestoßen und angezogen von ihrem Verehrer ist sie – gleichermaßen. Das ist der Grund, warum »Stolz und Vorurteil« zeitlos ist und heute genauso lesbar wie vor zweihundert Jahren – wie fast alle Werke Austens (1775–1817): Sie spricht existentielle Fragen jedes Menschen, besonders jeder jungen Frau an. Im Jahre 2003 startete der britische Fernsehsender BBC eine Abstimmungsaktion, um eine Liste der hundert beliebtesten Bücher Großbritanniens zusammenzustellen. 750.000 Menschen beteiligten sich. »Stolz und Vorurteil« landete, hinter »Der Herr der Ringe« auf Platz Zwei.
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Stolz und Vorurteil, Jane Austen
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 2013
- Einband
- (Paperback)
Ich hab viel von diesem Klassiker gehört und musste ihn daher auch lesen...dachte ich zumindest...nach drei Kapitel hab ich diesen dicken Schinken auf die Seite gelegt...viel zu langweilig und langatmig
- Titel
- Stolz und Vorurteil
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Jane Austen
- Erscheinungsdatum
- 2013
- Einband
- Paperback
- Seitenzahl
- 322
- ISBN10
- 1484803531
- ISBN13
- 9781484803530
- Reihe
- Echte Lektüren
- Kategorien
- Schlagwörter
- Belletristik, Liebe, Familie, Frauen, Klassiker, Britische Literatur, 19. Jahrhundert, Gesellschaft, England, Großbritannien, Englische Literatur, Verfilmt, Ehe, 18. Jahrhundert, Schwestern, Skandale und Affären, Serienvorlagen, Vorurteile, Englische Romane, Jane Austen, Moralische Werte, Stolz
- Erstveröffentlichung
- 1813
- Originaltitel
- Pride and Prejudice
- Bewertung
- 4,3 von 5 Sternen
- Beschreibung
- Jane Austen: Stolz und Vorurteil »In der ganzen Welt gilt es als ausgemachte Wahrheit, dass ein begüterter Junggeselle unbedingt nach einer Frau Ausschau halten muss …« Frauen sind Verfügungsmasse. Sie werden auserkoren, oder auch nicht. Jane Austens Roman folgt oberflächlich dem konservativen Wertesystem der damaligen Zeit, und ist gleichzeitig ein schreiender Protest dagegen. Ist das alles richtig so? Muss mein Leben so eingerichtet sein? Leben wir nicht in furchtbaren Zwängen? Das sind die Fragen, mit denen Elizabeth Bennet ringt. Hin- und her gerissen ist sie zwischen ihrem eigenen starken Willen, und dem, was die Gesellschaft von ihr erwartet. Abgestoßen und angezogen von ihrem Verehrer ist sie – gleichermaßen. Das ist der Grund, warum »Stolz und Vorurteil« zeitlos ist und heute genauso lesbar wie vor zweihundert Jahren – wie fast alle Werke Austens (1775–1817): Sie spricht existentielle Fragen jedes Menschen, besonders jeder jungen Frau an. Im Jahre 2003 startete der britische Fernsehsender BBC eine Abstimmungsaktion, um eine Liste der hundert beliebtesten Bücher Großbritanniens zusammenzustellen. 750.000 Menschen beteiligten sich. »Stolz und Vorurteil« landete, hinter »Der Herr der Ringe« auf Platz Zwei.

































































