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Arische Bürger mussten alles Jüdische meiden und durften sich nicht auf der Straße mit Juden unterhalten oder sie in ihre Häuser einladen. Juden wurden ihrer privaten Fahrzeuge und Führerscheine beraubt und mussten als Fußgänger leben, die vom Bürgersteig traten, wenn ein uniformierter Deutscher kam, egal ob es sich um einen alten, gehbehinderten Mann oder eine Mutter mit Kindern handelte. Es war ein trauriger Anblick, wenn Eckhard Hieronymus durch die Straßen ging und die Angst und Verzweiflung in den blassen, verhärmten Gesichtern der Juden sah, die den gelben Stern trugen. Besonders die Kinderaugen, die unbeschreibliche Traurigkeit ausstrahlten, zerrissen ihm das Herz, da er nicht aufschreien konnte, wie er es hätte tun sollen. Die Fragen seiner eigenen Kinder wurden immer drängender, während sie aus der Stadt zurückkehrten. Diese Fragen waren berechtigt, während seine ausweichenden Antworten unzureichend blieben. Es war eine furchtbare Erkenntnis, dass in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, in einer Zeit, in der sich die Menschen nach Frieden sehnten, die fundamentalen Menschenrechte einer Gruppe von Menschen, nur wegen ihrer jüdischen Identität, aberkannt wurden, als wäre dies ein kriminelles Vergehen.
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Vorsatz – Nachsatz, Helmut Lauschke
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- 2019
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