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Inszenierung, Schnappschuss, Dokumentation

Fotografien aus dem Lagerkomplex Flossenbürg

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  • 380 Seiten
  • 14 Lesestunden

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Fotografische Selbstzeugnisse von Tätern bieten eine eigenständige Quelle für die Erforschung von Lebenswegen und Karrieren. Für die SS waren Fotografien ein zentrales Medium zur Dokumentation ihres Herrschaftsbereichs, einschließlich Lagerbauten, Besuchen hoher Funktionsträger, der erkennungsdienstlichen Erfassung von Häftlingen und deren Arbeitseinsätzen sowie der Ermordung von Gefangenen. Neben offiziellen Aufnahmen entstanden auch private Fotografien, trotz eines allgemeinen Verbotes, durch SS-Männer und Anwohner. Der vorliegende Band veröffentlicht erstmals ausgewählte Fotobestände aus dem Lagerkomplex Flossenbürg und betrachtet diese als Selbstzeugnisse der Täter, ergänzt durch kommentierende Aufsätze. Die Beiträge analysieren die Entstehungskontexte und Überlieferungszusammenhänge der Aufnahmen, von denen einige mittlerweile Ikonen der Zeitgeschichte sind. Die Fotografien zeigen nicht nur die Männer, die an den Verbrechen beteiligt waren, sondern gewähren auch Einblicke in deren dienstfreie Zeit und markieren Schnittstellen zwischen Tätern und Zivilbevölkerung. Die Analyse dieser bildlichen Quellen ermöglicht Rückschlüsse auf die Lebenswege einzelner SS-Männer und liefert neue Erkenntnisse zur Organisations- und Netzwerkstruktur der SS-Wachmannschaften. Unveröffentlichte Aufnahmen aus dem KZ Flossenbürg zeigen neue Facetten nationalsozialistischer Täterschaft.

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Inszenierung, Schnappschuss, Dokumentation, Julius Scharnetzky

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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Titel
Inszenierung, Schnappschuss, Dokumentation
Untertitel
Fotografien aus dem Lagerkomplex Flossenbürg
Sprache
Deutsch
Verlag
Wallstein
Erscheinungsdatum
2023
Seitenzahl
380
ISBN10
3835336169
ISBN13
9783835336162
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher, Geschichte
Beschreibung
Fotografische Selbstzeugnisse von Tätern bieten eine eigenständige Quelle für die Erforschung von Lebenswegen und Karrieren. Für die SS waren Fotografien ein zentrales Medium zur Dokumentation ihres Herrschaftsbereichs, einschließlich Lagerbauten, Besuchen hoher Funktionsträger, der erkennungsdienstlichen Erfassung von Häftlingen und deren Arbeitseinsätzen sowie der Ermordung von Gefangenen. Neben offiziellen Aufnahmen entstanden auch private Fotografien, trotz eines allgemeinen Verbotes, durch SS-Männer und Anwohner. Der vorliegende Band veröffentlicht erstmals ausgewählte Fotobestände aus dem Lagerkomplex Flossenbürg und betrachtet diese als Selbstzeugnisse der Täter, ergänzt durch kommentierende Aufsätze. Die Beiträge analysieren die Entstehungskontexte und Überlieferungszusammenhänge der Aufnahmen, von denen einige mittlerweile Ikonen der Zeitgeschichte sind. Die Fotografien zeigen nicht nur die Männer, die an den Verbrechen beteiligt waren, sondern gewähren auch Einblicke in deren dienstfreie Zeit und markieren Schnittstellen zwischen Tätern und Zivilbevölkerung. Die Analyse dieser bildlichen Quellen ermöglicht Rückschlüsse auf die Lebenswege einzelner SS-Männer und liefert neue Erkenntnisse zur Organisations- und Netzwerkstruktur der SS-Wachmannschaften. Unveröffentlichte Aufnahmen aus dem KZ Flossenbürg zeigen neue Facetten nationalsozialistischer Täterschaft.