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Kulturtransfer und auswärtige Kulturpolitik

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  • 280 Seiten
  • 10 Lesestunden

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Das Thema der auswärtigen Kulturpolitik hat in der historischen Forschung ein Nischendasein. Die Politikgeschichte interessiert sich zu wenig für Kultur, während die Kunst- und Kulturgeschichte die politischen Aspekte vernachlässigt. Dies gilt auch für die deutsch-polnische Beziehungsgeschichte nach 1945, was eine eklatante Forschungslücke schafft. Über die deutsch-polnischen Kulturbeziehungen im 20. Jahrhundert lässt sich kaum sprechen, ohne die auswärtige Kulturpolitik beider Seiten des Eisernen Vorhangs zu berücksichtigen. Die Beiträger:innen dieses interdisziplinären Bandes untersuchen gezielt das Verhältnis von Kultur und Politik. Sie fragen, wie die Politik die Kultur instrumentalisiert und umgekehrt, sowie nach den Diskrepanzen zwischen politischen Steuerungsversuchen und der Eigendynamik kultureller Kontakte. Die nach 1945 politisch-moralisch komplizierte und kulturell fruchtbare deutsch-polnische Beziehungsgeschichte bietet ein besonders ergiebiges Feld für solche Fragen. Beiträge aus Literatur-, Kunst-, Musik- und Filmgeschichte beleuchten die Verflechtungen zwischen kultureller und politischer Sphäre, offizieller und inoffizieller Ebene sowie privatem und öffentlichem Engagement. Dabei wird deutlich, dass die strikte Trennung zwischen bürgerschaftlichem Engagement „von unten“ und Kulturpolitik „von oben“ oft nicht haltbar ist und das komplexe Verhältnis von Kultur und Politik zu differenzierten Analysen anregt.

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Kulturtransfer und auswärtige Kulturpolitik, Julia Röttjer

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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(Paperback)
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Titel
Kulturtransfer und auswärtige Kulturpolitik
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Julia Röttjer
Erscheinungsdatum
2023
Einband
Paperback
Seitenzahl
280
ISBN10
3447119144
ISBN13
9783447119146
Reihe
Schlagwörter
Historisches Thema
Beschreibung
Das Thema der auswärtigen Kulturpolitik hat in der historischen Forschung ein Nischendasein. Die Politikgeschichte interessiert sich zu wenig für Kultur, während die Kunst- und Kulturgeschichte die politischen Aspekte vernachlässigt. Dies gilt auch für die deutsch-polnische Beziehungsgeschichte nach 1945, was eine eklatante Forschungslücke schafft. Über die deutsch-polnischen Kulturbeziehungen im 20. Jahrhundert lässt sich kaum sprechen, ohne die auswärtige Kulturpolitik beider Seiten des Eisernen Vorhangs zu berücksichtigen. Die Beiträger:innen dieses interdisziplinären Bandes untersuchen gezielt das Verhältnis von Kultur und Politik. Sie fragen, wie die Politik die Kultur instrumentalisiert und umgekehrt, sowie nach den Diskrepanzen zwischen politischen Steuerungsversuchen und der Eigendynamik kultureller Kontakte. Die nach 1945 politisch-moralisch komplizierte und kulturell fruchtbare deutsch-polnische Beziehungsgeschichte bietet ein besonders ergiebiges Feld für solche Fragen. Beiträge aus Literatur-, Kunst-, Musik- und Filmgeschichte beleuchten die Verflechtungen zwischen kultureller und politischer Sphäre, offizieller und inoffizieller Ebene sowie privatem und öffentlichem Engagement. Dabei wird deutlich, dass die strikte Trennung zwischen bürgerschaftlichem Engagement „von unten“ und Kulturpolitik „von oben“ oft nicht haltbar ist und das komplexe Verhältnis von Kultur und Politik zu differenzierten Analysen anregt.