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Europas imaginierte Einheit

Kulturgeschichte und Antikerezeption bei Stefan Zweig

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  • 288 Seiten
  • 11 Lesestunden

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Stefan Zweig hat zahlreiche Reden und Vortrage uber die "geistige Einheit" der Menschheit gehalten. Diesen lag ein kulturgeschichtliches Phasenmodell zugrunde, in dem der Antike und deren Rezeption eine paradigmatische Funktion zukam. Marian Nebelin analysiert diese Veroffentlichungen, rekonstruiert ihre Einbindung in zeitgenossische Diskurse und verortet sie innerhalb des Werkes des Autors. Dadurch werden Wandlungen in Zweigs Auffassungen nachvollziehbar: Schrieb er zunachst der Technik eine Einigungswirkung zu, erkannte er schliesslich deren politische Neutralitat; setzte er anfanglich darauf, dass Europa die Welt einigen werde, hoffte er nach der Machtubernahme der Nationalsozialisten auf die Volker Sudamerikas. Konstant blieb hingegen Zweigs Grundannahme, die Geschichte werde durch den Gegensatz zwischen einer einigenden internationalistischen Tendenz auf der einen und einer zerstorerischen nationalistischen Tendenz auf der anderen Seite bestimmt. Seine unzeitgemasse Hoffnung war, dass der Einheitsgedanke siegen werde.

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Europas imaginierte Einheit, Marian Nebelin

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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(Hardcover)
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Titel
Europas imaginierte Einheit
Untertitel
Kulturgeschichte und Antikerezeption bei Stefan Zweig
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Marian Nebelin
Erscheinungsdatum
2023
Einband
Hardcover
Seitenzahl
288
ISBN10
3412523259
ISBN13
9783412523251
Reihe
Bewertung
3 von 5 Sternen
Beschreibung
Stefan Zweig hat zahlreiche Reden und Vortrage uber die "geistige Einheit" der Menschheit gehalten. Diesen lag ein kulturgeschichtliches Phasenmodell zugrunde, in dem der Antike und deren Rezeption eine paradigmatische Funktion zukam. Marian Nebelin analysiert diese Veroffentlichungen, rekonstruiert ihre Einbindung in zeitgenossische Diskurse und verortet sie innerhalb des Werkes des Autors. Dadurch werden Wandlungen in Zweigs Auffassungen nachvollziehbar: Schrieb er zunachst der Technik eine Einigungswirkung zu, erkannte er schliesslich deren politische Neutralitat; setzte er anfanglich darauf, dass Europa die Welt einigen werde, hoffte er nach der Machtubernahme der Nationalsozialisten auf die Volker Sudamerikas. Konstant blieb hingegen Zweigs Grundannahme, die Geschichte werde durch den Gegensatz zwischen einer einigenden internationalistischen Tendenz auf der einen und einer zerstorerischen nationalistischen Tendenz auf der anderen Seite bestimmt. Seine unzeitgemasse Hoffnung war, dass der Einheitsgedanke siegen werde.