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Hexensabbat. Entzifferung einer nächtlichen Geschichte

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Carlo Ginzburg, einer der bedeutendsten italienischen Historiker der mittleren Generation, hat nach jahrzehntelanger Forschung die Geschichte der „Hexen“ neu geschrieben. Er untersucht das gesamte Phänomen in ganz neuen zeitlichen und räumlichen Dimensionen. Den Inquisitoren erzählten die der Hexerei Angeklagten immer wieder ähnliche Geschichten von nächtlichen Zusammenkünften an abgelegenen Orten, von Flügen auf Stöcken, Besen und Tieren oder von Verwandlungen in Tiere - alles Geständnisse, die das Sakrileg einer „Reise in die Welt der Toten“ preiszugeben scheinen. Aus diesen Elementen entstand schließlich das Stereotyp des Hexensabbat im 15. und 16. Jahrhundert, dessen Spuren Ginzburg in Volksbräuchen und in heidnischen Mythologien ausfindig macht: Der germanische Mythos vom „Wilden Heer“, die Gefolgschaft der griechischen Göttin Diana und die Vorstellung von baltischen Werwölfen und eurasischen Schamanen - diese weitverstreuten Abweichungsphänomene verbinden sich mit vielen anderen zu den berühmten „nächtlichen Geschichten“. Die äußerst spannende Darstellung zeigt die Grenzen der herkömmlichen Historiographie auf und legt gleichzeitig die anthropologischen Wurzeln des Erzählens frei.

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Hexensabbat. Entzifferung einer nächtlichen Geschichte, Carlo Ginzburg

Sprache
Erscheinungsdatum
1997
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(Paperback)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Carlo Ginzburg
Erscheinungsdatum
1997
Einband
Paperback
Seitenzahl
459
ISBN10
3596137020
ISBN13
9783596137022
Reihe
Erstveröffentlichung
1989
Originaltitel
Storia notturna
Bewertung
4,35 von 5 Sternen
Beschreibung
Carlo Ginzburg, einer der bedeutendsten italienischen Historiker der mittleren Generation, hat nach jahrzehntelanger Forschung die Geschichte der „Hexen“ neu geschrieben. Er untersucht das gesamte Phänomen in ganz neuen zeitlichen und räumlichen Dimensionen. Den Inquisitoren erzählten die der Hexerei Angeklagten immer wieder ähnliche Geschichten von nächtlichen Zusammenkünften an abgelegenen Orten, von Flügen auf Stöcken, Besen und Tieren oder von Verwandlungen in Tiere - alles Geständnisse, die das Sakrileg einer „Reise in die Welt der Toten“ preiszugeben scheinen. Aus diesen Elementen entstand schließlich das Stereotyp des Hexensabbat im 15. und 16. Jahrhundert, dessen Spuren Ginzburg in Volksbräuchen und in heidnischen Mythologien ausfindig macht: Der germanische Mythos vom „Wilden Heer“, die Gefolgschaft der griechischen Göttin Diana und die Vorstellung von baltischen Werwölfen und eurasischen Schamanen - diese weitverstreuten Abweichungsphänomene verbinden sich mit vielen anderen zu den berühmten „nächtlichen Geschichten“. Die äußerst spannende Darstellung zeigt die Grenzen der herkömmlichen Historiographie auf und legt gleichzeitig die anthropologischen Wurzeln des Erzählens frei.