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Lust und Liebe

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Europäische Geschichte Leah Otis-Cour hebt in diesem Buch gängige Vorurteile aus den Angeln: Nicht familiärer Zwang, Lustfeindlichkeit und krude Unterordnung der Frau prägten Partnerwahl, Sexualität und Alltagsleben im Mittelalter, sondern in zunehmender Weise Entscheidungsfreiheit, Sinnenfreude und wechelseitiger Respekt. Spätestens im 12. Jahrhundert setzte sich im kirchlichen wie im weltlichen Recht die Konsensregelung durch, nach der allein das freie Einverständnis beider Partner die Ehe begründen konnte. Damit wurde die Ehe zu einem persönlichen Bund zweier Individuen, der auch gegen den Willen der Familien geschlossen werden konnte. Die Autorin läßt hier ein farbenfrohes Panorama europäischer Kulturgeschichte entstehen. Das Mittelalter verliert durch diese Neuinterpretation viel von seiner „Dunkelheit“, ja es gibt sich geradezu als Grundlage dessen zu erkennen, was den modernen Menschen ausmacht.

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Lust und Liebe, Leah Otis Cour

Sprache
Erscheinungsdatum
2000
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(Paperback)
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Titel
Lust und Liebe
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Leah Otis Cour
Erscheinungsdatum
2000
Einband
Paperback
ISBN10
359660107X
ISBN13
9783596601073
Reihe
Erstveröffentlichung
1999
Originaltitel
Lust and Love: A History of the Couple in the Middle Ages
Bewertung
4,65 von 5 Sternen
Beschreibung
Europäische Geschichte Leah Otis-Cour hebt in diesem Buch gängige Vorurteile aus den Angeln: Nicht familiärer Zwang, Lustfeindlichkeit und krude Unterordnung der Frau prägten Partnerwahl, Sexualität und Alltagsleben im Mittelalter, sondern in zunehmender Weise Entscheidungsfreiheit, Sinnenfreude und wechelseitiger Respekt. Spätestens im 12. Jahrhundert setzte sich im kirchlichen wie im weltlichen Recht die Konsensregelung durch, nach der allein das freie Einverständnis beider Partner die Ehe begründen konnte. Damit wurde die Ehe zu einem persönlichen Bund zweier Individuen, der auch gegen den Willen der Familien geschlossen werden konnte. Die Autorin läßt hier ein farbenfrohes Panorama europäischer Kulturgeschichte entstehen. Das Mittelalter verliert durch diese Neuinterpretation viel von seiner „Dunkelheit“, ja es gibt sich geradezu als Grundlage dessen zu erkennen, was den modernen Menschen ausmacht.