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Die Schering AG in der Zeit des Nationalsozialismus

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  • 272 Seiten
  • 10 Lesestunden

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In den 1980er-Jahren sah sich der Vorstand der Schering AG mit Vorwürfen von Historikern aus Frankreich und den USA konfrontiert, die unethisches Verhalten des Managements während der Zeit des Nationalsozialismus behaupteten. Diese Vorwürfe entstanden, weil jahrelang ignorierte Gerüchte und Verdächtigungen aufkamen. Man glaubte, dass mit der Zerstörung der Hauptverwaltung im Werk Berlin-Wedding am 28. Mai 1945 auch alle Firmenakten verloren gegangen seien. Angesichts der aufkommenden Vorwürfe in Deutschland entschloss sich die Schering-Presseabteilung, diesen nachzugehen. Gert J. Wlasich, Pressereferent für Standorte und Umweltschutz, forschte auch in seiner Freizeit in der DDR, Polen und der Tschechoslowakei. Nach dem Mauerfall ließ er im Ostberliner Stadtarchiv Schering-Dokumente kopieren, die von Experten geprüft wurden. Falsch oder verzerrt interpretierte Vorgänge konnten so korrigiert werden. Auf Wunsch des Vorstands blieb die Diskussion auf Fachkreise beschränkt, wodurch öffentliche Anschuldigungen, insbesondere von Kritikern von Hormonpräparaten und Pflanzenschutzmitteln, unwidersprochen blieben. Wlasich, der bis zu seiner Pensionierung 2004 Firmenhistoriker war, nutzt in seinem Werk zahlreiche teils unveröffentlichte Quellen, um die Unternehmenskultur der Schering AG darzustellen und eine Lücke in der Unternehmensgeschichte zu schließen.

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Die Schering AG in der Zeit des Nationalsozialismus, Gert J. Wlasich

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2011
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(Paperback)
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