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Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom

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In einem modernen Erzählstil schildert eine Jüdin ihre Jugend im Bagdad der 60er Jahre und die Erinnerungen an eine fast vergessene jüdisch-arabische Welt. Sie beschreibt das Wolfszahn-Amulett ihrer syrischen Kindermädchen, die Streiche und Freundschaften in der jüdischen Schule, das jährliche Wettschwimmen im Tigris, die Gesänge der Beduinenfrauen im Soukh und den Duft von Orangenschalen im Winter. Linas Alltag ist geprägt von einer Fülle an Gerüchen, Geschichten und Klängen. Doch mit dem Älterwerden erkennt sie die Anzeichen des Wandels: arabische Männer beschimpfen Frauen, die auf der Straße singen, und leere Schulbänke zeugen von Freunden, die über Nacht ins Ausland verschwinden. Als Flugblätter mit revolutionären Botschaften vom Himmel fallen, wird Lina bewusst, dass das einst weltoffene Bagdad vor der Geheimpolizei fürchten muss. Diese sprachmächtige Erzählung beschwört eine vergessene Welt voller Lebensfreude und Phantasie und triumphiert literarisch über die Melancholie der Erinnerung. Der Roman ist ein Werk voller Einsicht und Witz, brillant und poetisch, und lässt keinen Zweifel an der Sehnsucht der Autorin nach ihrer Heimat.

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Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom, Mona Yahia

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Erscheinungsdatum
2004
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(Paperback)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Mona Yahia
Erscheinungsdatum
2004
Einband
Paperback
Seitenzahl
424
ISBN10
3423207159
ISBN13
9783423207157
Reihe
Originaltitel
When the grey beetles took over Baghdad
Bewertung
3,75 von 5 Sternen
Beschreibung
In einem modernen Erzählstil schildert eine Jüdin ihre Jugend im Bagdad der 60er Jahre und die Erinnerungen an eine fast vergessene jüdisch-arabische Welt. Sie beschreibt das Wolfszahn-Amulett ihrer syrischen Kindermädchen, die Streiche und Freundschaften in der jüdischen Schule, das jährliche Wettschwimmen im Tigris, die Gesänge der Beduinenfrauen im Soukh und den Duft von Orangenschalen im Winter. Linas Alltag ist geprägt von einer Fülle an Gerüchen, Geschichten und Klängen. Doch mit dem Älterwerden erkennt sie die Anzeichen des Wandels: arabische Männer beschimpfen Frauen, die auf der Straße singen, und leere Schulbänke zeugen von Freunden, die über Nacht ins Ausland verschwinden. Als Flugblätter mit revolutionären Botschaften vom Himmel fallen, wird Lina bewusst, dass das einst weltoffene Bagdad vor der Geheimpolizei fürchten muss. Diese sprachmächtige Erzählung beschwört eine vergessene Welt voller Lebensfreude und Phantasie und triumphiert literarisch über die Melancholie der Erinnerung. Der Roman ist ein Werk voller Einsicht und Witz, brillant und poetisch, und lässt keinen Zweifel an der Sehnsucht der Autorin nach ihrer Heimat.