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Der traurige Gott

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Ales haßt seine Familie. Er haßt die Jordans, diese Anhäufung geborener Opportunisten, haßt ihre Schamlosigkeit, aus jedem System einen Nutzen zu ziehen. Ob im Kommunismus oder in der freien Marktwirtschaft, die Jordans sind auf Tuchfühlung zu den gesellschaftlichen Schaltstellen, der Familienclan und seine mafiösen Strukturen florieren. Schwarze Schafe gibt es überall - und sie werden nach alter Sitte selbst gerichtet. Onkel Ludwig, seinerseits pädophiler Familienschreck, baumelt zu Ales' Entsetzen alsbald am Kronleucher, und Tante Hrbácková, so ungehorsam wie sie war, findet keinen Platz in der Familiengruft. Wäre da nicht Lucie, gleichermaßen geliebte Gattin und Cousine, dann befände sich Ales wohl schon längst unter dem familiären Damoklesschwert. Doch als er das Angebot ausschlägt, in die Rolle des Familienoberhaupts zu schlüpfen, nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Was klingt wie ein klassischer Mafiaroman mit surrealen Momenten, entpuppt sich bald als hintersinnige Parabel über den Totalitarismus im 20. Jahrhundert. Mit spielerischer Leichtigkeit und böhmischem Witz erzählt Jirí Kratochvil eine schier unglaubliche Geschichte.

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Der traurige Gott, Jiří Kratochvil

Sprache
Erscheinungsdatum
2005
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(Hardcover)
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Titel
Der traurige Gott
Sprache
Deutsch
Verlag
Ammann
Erscheinungsdatum
2005
Einband
Hardcover
ISBN10
3250600849
ISBN13
9783250600848
Reihe
Originaltitel
Truchlivý B°uh
Bewertung
3,8 von 5 Sternen
Beschreibung
Ales haßt seine Familie. Er haßt die Jordans, diese Anhäufung geborener Opportunisten, haßt ihre Schamlosigkeit, aus jedem System einen Nutzen zu ziehen. Ob im Kommunismus oder in der freien Marktwirtschaft, die Jordans sind auf Tuchfühlung zu den gesellschaftlichen Schaltstellen, der Familienclan und seine mafiösen Strukturen florieren. Schwarze Schafe gibt es überall - und sie werden nach alter Sitte selbst gerichtet. Onkel Ludwig, seinerseits pädophiler Familienschreck, baumelt zu Ales' Entsetzen alsbald am Kronleucher, und Tante Hrbácková, so ungehorsam wie sie war, findet keinen Platz in der Familiengruft. Wäre da nicht Lucie, gleichermaßen geliebte Gattin und Cousine, dann befände sich Ales wohl schon längst unter dem familiären Damoklesschwert. Doch als er das Angebot ausschlägt, in die Rolle des Familienoberhaupts zu schlüpfen, nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Was klingt wie ein klassischer Mafiaroman mit surrealen Momenten, entpuppt sich bald als hintersinnige Parabel über den Totalitarismus im 20. Jahrhundert. Mit spielerischer Leichtigkeit und böhmischem Witz erzählt Jirí Kratochvil eine schier unglaubliche Geschichte.