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Karlheinz

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Ende der 1990er Jahre entdeckt Billy Hutter bei einer Haushaltsauflösung in Ludwigshafen den Nachlass von Karlheinz N., der kurz zuvor im Rhein ertrank. Die Wohnung ist bis zur Decke mit Gegenständen und Papierstapeln vollgestellt, alles scheint sorgfältig geordnet. Anstatt die Wohnung zu räumen und wertvolle Gegenstände zu verkaufen, beschäftigt sich Hutter mit dem Nachlass. Karlheinz, Sohn eines BASF-Chemikers, hat sein Leben akribisch dokumentiert: von der Schulzeit über die Bombardierung seiner Heimatstadt bis hin zur Studienfachwahl nach dem Abitur. Er beschreibt sonntägliche Ausflüge mit den Eltern in die Pfalz, für die ein Auto angeschafft wurde, und listet jede Anschaffung auf, auch Besuche bei Prostituierten. Aus Kinderzeichnungen, Schulaufsätzen und Tagebüchern wird ein typisches Spießerleben sichtbar, das exemplarisch die westdeutsche Nachkriegszeit und die Jahre des Wirtschaftswunders sowie der 1960er und 1970er Jahre dokumentiert. Neben Banalem und unfreiwillig Komischem wird auch das Grauen dieser Zeit sichtbar. Hutters Zeitreise führt nicht nur in die Pfalz und die Alpen, sondern auch nach Ravensbrück und Auschwitz.

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Karlheinz, Billy Hutter

Sprache
Erscheinungsdatum
2015
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(Hardcover)
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Titel
Karlheinz
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Billy Hutter
Verlag
Metrolit
Erscheinungsdatum
2015
Einband
Hardcover
ISBN10
3849301060
ISBN13
9783849301064
Reihe
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Ende der 1990er Jahre entdeckt Billy Hutter bei einer Haushaltsauflösung in Ludwigshafen den Nachlass von Karlheinz N., der kurz zuvor im Rhein ertrank. Die Wohnung ist bis zur Decke mit Gegenständen und Papierstapeln vollgestellt, alles scheint sorgfältig geordnet. Anstatt die Wohnung zu räumen und wertvolle Gegenstände zu verkaufen, beschäftigt sich Hutter mit dem Nachlass. Karlheinz, Sohn eines BASF-Chemikers, hat sein Leben akribisch dokumentiert: von der Schulzeit über die Bombardierung seiner Heimatstadt bis hin zur Studienfachwahl nach dem Abitur. Er beschreibt sonntägliche Ausflüge mit den Eltern in die Pfalz, für die ein Auto angeschafft wurde, und listet jede Anschaffung auf, auch Besuche bei Prostituierten. Aus Kinderzeichnungen, Schulaufsätzen und Tagebüchern wird ein typisches Spießerleben sichtbar, das exemplarisch die westdeutsche Nachkriegszeit und die Jahre des Wirtschaftswunders sowie der 1960er und 1970er Jahre dokumentiert. Neben Banalem und unfreiwillig Komischem wird auch das Grauen dieser Zeit sichtbar. Hutters Zeitreise führt nicht nur in die Pfalz und die Alpen, sondern auch nach Ravensbrück und Auschwitz.