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Tanz am Kanal

Erzählung

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Kerstin Hensel erzählt die Lebensgeschichte der Gabriela von Haßlau aus Leibnitz. Präsentiert das Kind, die Schülerin, den Lehrling, die Obdachlose, die sich Papier zusammensucht, um ihr Leben aufzuschreiben, das wahrhaft verdient, aufgeschrieben zu werden. Auch mit Blick auf den Vater: Obermedizinalrat Ernst von Haßlau, Chef der Chirurgischen Klinik. Auch mit Blick auf die Mutter, die – obwohl eher bieder – eines Tages mit einem Schauspieler durchbrennt. Auch mit Blick auf Katka, Gabrielas Freundin aus verkommenem Milieu; auf die Obdachlosen, die sich winters in der Kneipe wärmen und nachts hinausgekehrt werden. Auch mit Blick auf das Gerechtigkeitsverfahren eines sozialistischen Staates: Gabriela wird vergewaltigt, einer der beiden Wüstlinge schneidet ihr, zur Markierung, auf ihrem Arm ein Kreuz ein. Der Staat aber kann ein derart asoziales Verhalten nicht dulden und zwingt den Chirurgenvater, um das Geschehene ungeschehen zu machen, eine Hauttransplantation vorzunehmen. Ein Lehrstück für alle. Erzählt mit einer Genauigkeit, die der Brutalität nichts schuldig bleibt und die dort abbricht, wo es ihrer nicht mehr bedarf.

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Tanz am Kanal, Kerstin Hensel

Sprache
Erscheinungsdatum
1997
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(Paperback)
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Untertitel
Erzählung
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Kerstin Hensel
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1997
Einband
Paperback
Seitenzahl
118
ISBN10
3518391496
ISBN13
9783518391495
Reihe
Bewertung
3,4 von 5 Sternen
Beschreibung
Kerstin Hensel erzählt die Lebensgeschichte der Gabriela von Haßlau aus Leibnitz. Präsentiert das Kind, die Schülerin, den Lehrling, die Obdachlose, die sich Papier zusammensucht, um ihr Leben aufzuschreiben, das wahrhaft verdient, aufgeschrieben zu werden. Auch mit Blick auf den Vater: Obermedizinalrat Ernst von Haßlau, Chef der Chirurgischen Klinik. Auch mit Blick auf die Mutter, die – obwohl eher bieder – eines Tages mit einem Schauspieler durchbrennt. Auch mit Blick auf Katka, Gabrielas Freundin aus verkommenem Milieu; auf die Obdachlosen, die sich winters in der Kneipe wärmen und nachts hinausgekehrt werden. Auch mit Blick auf das Gerechtigkeitsverfahren eines sozialistischen Staates: Gabriela wird vergewaltigt, einer der beiden Wüstlinge schneidet ihr, zur Markierung, auf ihrem Arm ein Kreuz ein. Der Staat aber kann ein derart asoziales Verhalten nicht dulden und zwingt den Chirurgenvater, um das Geschehene ungeschehen zu machen, eine Hauttransplantation vorzunehmen. Ein Lehrstück für alle. Erzählt mit einer Genauigkeit, die der Brutalität nichts schuldig bleibt und die dort abbricht, wo es ihrer nicht mehr bedarf.