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Maggio 1945. Ein slowenischer Überlebender aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern ist Gast in einem Sanatorium vor den Toren von Paris. Sein Leben ähnelt einem Halbschlaf in einem Glashaus, einem Halbschlaf, der ständig von den Bildern dort, von jener Welt, in der er die Zerstörung hat geschehen sehen, durchzogen ist. "Er vor Deutschland und er nach Deutschland, ob sich diese beiden Männer jemals begegnen würden", fragt sich der Protagonist und bringt auf wunderbare Weise den schmerzhaften Konflikt zum Ausdruck, aus dem - notwendig und hoch - die Erzählkunst Pahors und sein leidenschaftliches bürgerliches Zeugnis hervorgehen. In den Seiten dieses Romans lässt sich die Fülle seines literarischen Talents nicht auf die reine und leidvolle Erinnerung an das Lager oder auf die Stimme der verfolgten slowenischen Minderheit beschränken. Radico Suban, ein durch die Barbarei zerbrochener Mann, erhält trotz allem die Möglichkeit, sich selbst wiederzufinden und durch die Liebe zu Arlette, einer jungen französischen Krankenschwester, neu zu erblühen. Eine konfliktreiche Liebe, in der nichts sicher ist: dennoch trägt jede ihrer Gesten das Siegel einer Vitalität, die die Schatten besiegt und in sich ein Versprechen von Freiheit birgt, das der Schriftsteller mit Rührung und Staunen schildert, das gleiche Staunen, das uns beim "ewigen und unmerklichen Keimen der Erde, gut und unermesslich", erfasst.
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Kampf mit dem Frühling, Boris Pahor
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1997
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- (Hardcover)
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- Titel
- Kampf mit dem Frühling
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Boris Pahor
- Verlag
- Klett-Cotta
- Erscheinungsdatum
- 1997
- Einband
- Hardcover
- Seitenzahl
- 377
- ISBN10
- 3608933999
- ISBN13
- 9783608933994
- Reihe
- Schlagwörter
- Belletristik
- Originaltitel
- Spopad's pomladjo
- Beschreibung
- Maggio 1945. Ein slowenischer Überlebender aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern ist Gast in einem Sanatorium vor den Toren von Paris. Sein Leben ähnelt einem Halbschlaf in einem Glashaus, einem Halbschlaf, der ständig von den Bildern dort, von jener Welt, in der er die Zerstörung hat geschehen sehen, durchzogen ist. "Er vor Deutschland und er nach Deutschland, ob sich diese beiden Männer jemals begegnen würden", fragt sich der Protagonist und bringt auf wunderbare Weise den schmerzhaften Konflikt zum Ausdruck, aus dem - notwendig und hoch - die Erzählkunst Pahors und sein leidenschaftliches bürgerliches Zeugnis hervorgehen. In den Seiten dieses Romans lässt sich die Fülle seines literarischen Talents nicht auf die reine und leidvolle Erinnerung an das Lager oder auf die Stimme der verfolgten slowenischen Minderheit beschränken. Radico Suban, ein durch die Barbarei zerbrochener Mann, erhält trotz allem die Möglichkeit, sich selbst wiederzufinden und durch die Liebe zu Arlette, einer jungen französischen Krankenschwester, neu zu erblühen. Eine konfliktreiche Liebe, in der nichts sicher ist: dennoch trägt jede ihrer Gesten das Siegel einer Vitalität, die die Schatten besiegt und in sich ein Versprechen von Freiheit birgt, das der Schriftsteller mit Rührung und Staunen schildert, das gleiche Staunen, das uns beim "ewigen und unmerklichen Keimen der Erde, gut und unermesslich", erfasst.