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Fernstenliebe

Ehe zwischen den Kontinenten. Drei Berichte

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Im Mondlicht, umgeben von fröhlichen jungen Inselbesuchern, saß eine junge Frau, die auf das Meer schaute. Frank bemerkte sie und signalisierte Interesse, offener als in Deutschland. Sie war Deutsche, lebte in Rio und hatte nichts gegen ein Gespräch mit einem Landsmann. Julia kannte die Insel gut, da ihr Vater Unternehmer war und sie oft an einsame Strände brachte. Leider musste sie wegen der Uni meist sonntags zurückkehren. Frank und Julia tauschten zunächst allgemeine touristische Beobachtungen aus, bevor sie auf die Menschen vor Ort zu sprechen kamen. Julia bemerkte, dass Brasilien kein Land für Kopfmenschen sei, da die Atmosphäre so lebhaft und sinnlich sei. Sie fand die Frauen hier viel expressiver und modischer als in Deutschland, wo sie mit tiefem Ausschnitt nicht auf die Straße gehen würde, aus Angst vor Kritik. Julia erklärte, dass Brasilianerinnen oft offener mit Sexualität umgehen, was für sie eine Ideologie darstelle. Sie verglich die direkte Sprache in Brasilien mit der zurückhaltenden in Deutschland und stellte fest, dass es schwer sei, diese kulturellen Unterschiede zu erklären. In Brasilien sei Erotik ein alltägliches Thema, das die Menschen umgebe und anstecke.

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Fernstenliebe, Georg Brunold

Sprache
Erscheinungsdatum
1999
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(Hardcover)
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Titel
Fernstenliebe
Untertitel
Ehe zwischen den Kontinenten. Drei Berichte
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Georg Brunold
Verlag
Eichborn
Erscheinungsdatum
1999
Einband
Hardcover
ISBN10
3821841729
ISBN13
9783821841724
Reihe
Bewertung
3 von 5 Sternen
Beschreibung
Im Mondlicht, umgeben von fröhlichen jungen Inselbesuchern, saß eine junge Frau, die auf das Meer schaute. Frank bemerkte sie und signalisierte Interesse, offener als in Deutschland. Sie war Deutsche, lebte in Rio und hatte nichts gegen ein Gespräch mit einem Landsmann. Julia kannte die Insel gut, da ihr Vater Unternehmer war und sie oft an einsame Strände brachte. Leider musste sie wegen der Uni meist sonntags zurückkehren. Frank und Julia tauschten zunächst allgemeine touristische Beobachtungen aus, bevor sie auf die Menschen vor Ort zu sprechen kamen. Julia bemerkte, dass Brasilien kein Land für Kopfmenschen sei, da die Atmosphäre so lebhaft und sinnlich sei. Sie fand die Frauen hier viel expressiver und modischer als in Deutschland, wo sie mit tiefem Ausschnitt nicht auf die Straße gehen würde, aus Angst vor Kritik. Julia erklärte, dass Brasilianerinnen oft offener mit Sexualität umgehen, was für sie eine Ideologie darstelle. Sie verglich die direkte Sprache in Brasilien mit der zurückhaltenden in Deutschland und stellte fest, dass es schwer sei, diese kulturellen Unterschiede zu erklären. In Brasilien sei Erotik ein alltägliches Thema, das die Menschen umgebe und anstecke.