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Crudelitas

Zwölf Kapitel einer Diskursgeschichte der Grausamkeit

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  • 360 Seiten
  • 13 Lesestunden

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Über die erschreckende Einfallsreichtum der Grausamkeit - und was sie uns über den Menschen lehrt. Der Mensch "ist auch das grausame Tier". Diese radikale These bildet den Ausgangspunkt einer Diskursgeschichte der Grausamkeit. Indem Wolfgang Müller-Funk Grausamkeit als Teil des Zivilisationsprozesses definiert, gelingt es ihm, einen erschütternden Blick auf einen Aspekt der menschlichen Evolution zu werfen, den gängige Beschreibungen verbergen: Das Experimentieren mit Möglichkeiten und die durch die Sprache der Worte bedingten Spielräume und Darstellungsformen weisen auf völlig künstliche Formen von Gewalt hin, die weder zufällig noch notwendig sind. Der unheimliche Reiz der Grausamkeit liegt hier auch in ihrem zweifelhaften Versprechen ungehinderter Selbstbehauptung. In zwölf prägnanten Kapiteln - über Robert Musil und Ernst Jünger, Seneca und Friedrich Nietzsche, Elias Canetti und den Marquis de Sade, Jean Améry und Mario Vargas Llosa, Sigmund Freud und Maurice Merleau-Ponty, Ismail Kadare und Arthur Koestler - widerlegt Müllers Studie die Aussage von Gottfried Benn, dass der liberale Mensch der Gewalt nicht ins Auge sehen kann. Seine Geschichte der Grausamkeit, informiert durch die Literatur, weist einen philosophischen Weg, um ihren Versuchungen zu widerstehen.

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Crudelitas, Wolfgang Müller

Sprache
Erscheinungsdatum
2021
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(Hardcover)
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Titel
Crudelitas
Untertitel
Zwölf Kapitel einer Diskursgeschichte der Grausamkeit
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Wolfgang Müller
Erscheinungsdatum
2021
Einband
Hardcover
Seitenzahl
360
ISBN10
3751803351
ISBN13
9783751803359
Reihe
Bewertung
3,65 von 5 Sternen
Beschreibung
Über die erschreckende Einfallsreichtum der Grausamkeit - und was sie uns über den Menschen lehrt. Der Mensch "ist auch das grausame Tier". Diese radikale These bildet den Ausgangspunkt einer Diskursgeschichte der Grausamkeit. Indem Wolfgang Müller-Funk Grausamkeit als Teil des Zivilisationsprozesses definiert, gelingt es ihm, einen erschütternden Blick auf einen Aspekt der menschlichen Evolution zu werfen, den gängige Beschreibungen verbergen: Das Experimentieren mit Möglichkeiten und die durch die Sprache der Worte bedingten Spielräume und Darstellungsformen weisen auf völlig künstliche Formen von Gewalt hin, die weder zufällig noch notwendig sind. Der unheimliche Reiz der Grausamkeit liegt hier auch in ihrem zweifelhaften Versprechen ungehinderter Selbstbehauptung. In zwölf prägnanten Kapiteln - über Robert Musil und Ernst Jünger, Seneca und Friedrich Nietzsche, Elias Canetti und den Marquis de Sade, Jean Améry und Mario Vargas Llosa, Sigmund Freud und Maurice Merleau-Ponty, Ismail Kadare und Arthur Koestler - widerlegt Müllers Studie die Aussage von Gottfried Benn, dass der liberale Mensch der Gewalt nicht ins Auge sehen kann. Seine Geschichte der Grausamkeit, informiert durch die Literatur, weist einen philosophischen Weg, um ihren Versuchungen zu widerstehen.