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Adolf Hitler

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Eine biografische Studie über Adolf Hitler, die 30 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen erneut aufgelegt wird, hat gewichtige Gründe. Trotz kritischer Stimmen, die die biografische Methode von Joachim Fest als überholt betrachten, bleibt seine Arbeit, neben der von Alan Bullock, in vielerlei Hinsicht aktuell. Dies gilt nicht nur für die literarische Qualität, sondern auch für die Analyse der persönlichen, gesellschaftlichen und historischen Ursachen hinter Hitlers unverständlichem Aufstieg. Anders als Ian Kershaw, der Hitler als Ergebnis sozialer Energien darstellt, bleibt Fest eng bei der Person Hitler und berücksichtigt dabei die soziohistorischen Hintergründe seines "Erfolgs". Er zeigt, wie Aspekte der Pathologie des Diktators mit den Bedürfnissen und Ressentiments anderer korrespondierten. Fests Biografie ist ein wichtiger Mosaikstein für das noch unvollständige Bild des Phänomens Hitler, das wir zur besseren Verständigung unserer Gegenwart benötigen. Fest verdeutlicht, dass Hitler nicht nur das Ende einer Epoche markiert, sondern auch den Anfang unserer Gegenwart, die ohne das Verständnis dieser Geschichte nicht erfasst werden kann. Sein eindrucksvolles Kapitel "Blick auf eine Unperson" belegt die schreckliche Trivialität des Hauptdarstellers und bleibt bis heute relevant.

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Adolf Hitler, Jochen von Lang

Sprache
Erscheinungsdatum
1975
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(Hardcover)
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Titel
Adolf Hitler
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Jochen von Lang
Verlag
Herbig
Erscheinungsdatum
1975
Einband
Hardcover
ISBN10
3776607181
ISBN13
9783776607185
Reihe
Bewertung
4,5 von 5 Sternen
Beschreibung
Eine biografische Studie über Adolf Hitler, die 30 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen erneut aufgelegt wird, hat gewichtige Gründe. Trotz kritischer Stimmen, die die biografische Methode von Joachim Fest als überholt betrachten, bleibt seine Arbeit, neben der von Alan Bullock, in vielerlei Hinsicht aktuell. Dies gilt nicht nur für die literarische Qualität, sondern auch für die Analyse der persönlichen, gesellschaftlichen und historischen Ursachen hinter Hitlers unverständlichem Aufstieg. Anders als Ian Kershaw, der Hitler als Ergebnis sozialer Energien darstellt, bleibt Fest eng bei der Person Hitler und berücksichtigt dabei die soziohistorischen Hintergründe seines "Erfolgs". Er zeigt, wie Aspekte der Pathologie des Diktators mit den Bedürfnissen und Ressentiments anderer korrespondierten. Fests Biografie ist ein wichtiger Mosaikstein für das noch unvollständige Bild des Phänomens Hitler, das wir zur besseren Verständigung unserer Gegenwart benötigen. Fest verdeutlicht, dass Hitler nicht nur das Ende einer Epoche markiert, sondern auch den Anfang unserer Gegenwart, die ohne das Verständnis dieser Geschichte nicht erfasst werden kann. Sein eindrucksvolles Kapitel "Blick auf eine Unperson" belegt die schreckliche Trivialität des Hauptdarstellers und bleibt bis heute relevant.