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Die bessere Hälfte

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  • 272 Seiten
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Das Werk von Künstlerinnen wie Elaine de Kooning, Hanne Darboven, Agnes Martin und Eva Hesse bis zu Isa Genzken und Rosemarie Trockel unterzieht Isabelle Graw einer umfassenden, in drei Abschnitte aufgebauten Analyse. Während zunächst Techniken und Methoden zusammenfassend beschrieben werden, zieht die Autorin im zweiten und dritten Kapitel Milieustudien und Schilderungen des Kunstbetriebes hinzu. Die Verbindung von formalen und ästhetischen Beobachtungen mit sozialen und politischen Einschätzungen eröffnet in dieser kritischen Studie modellartig einen neuen Zugang zu einem scheinbar allzu bekannten Thema. Graws Grundthesen sind zu brisanten Titeln zusammengefasst, die Widerspruch erregen werden, wenn etwa im ersten Kapitel als vorrangiges künstlerisches Verfahren der Frauen die „Aneignung„ diskutiert und anschließend im zweiten Kapitel das Geschick der Künstlerinnen in der Ortswahl als „Frauen am Machtpol“ beschrieben wird. Die Entscheidung, den Blick allein auf diejenigen Künstlerinnen zu lenken, die es im landläufigen Sinne „geschafft haben„, wird abschließend diskutiert. Unter dem Titel „Ausnahmefrauen“ begründet die Autorin, warum nicht der Normalfall eines fälschlicherweise angenommenen „weiblichen Prinzips" im Kunstbetrieb, sondern die Ausnahme interessieren muss, die bekanntlich mehr über verborgene Gesetze verrät als die Regel.

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Die bessere Hälfte, Isabelle Graw

Sprache
Erscheinungsdatum
2003
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(Hardcover),
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Titel
Die bessere Hälfte
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Isabelle Graw
Erscheinungsdatum
2003
Einband
Hardcover
Seitenzahl
272
ISBN10
3832159614
ISBN13
9783832159610
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Das Werk von Künstlerinnen wie Elaine de Kooning, Hanne Darboven, Agnes Martin und Eva Hesse bis zu Isa Genzken und Rosemarie Trockel unterzieht Isabelle Graw einer umfassenden, in drei Abschnitte aufgebauten Analyse. Während zunächst Techniken und Methoden zusammenfassend beschrieben werden, zieht die Autorin im zweiten und dritten Kapitel Milieustudien und Schilderungen des Kunstbetriebes hinzu. Die Verbindung von formalen und ästhetischen Beobachtungen mit sozialen und politischen Einschätzungen eröffnet in dieser kritischen Studie modellartig einen neuen Zugang zu einem scheinbar allzu bekannten Thema. Graws Grundthesen sind zu brisanten Titeln zusammengefasst, die Widerspruch erregen werden, wenn etwa im ersten Kapitel als vorrangiges künstlerisches Verfahren der Frauen die „Aneignung„ diskutiert und anschließend im zweiten Kapitel das Geschick der Künstlerinnen in der Ortswahl als „Frauen am Machtpol“ beschrieben wird. Die Entscheidung, den Blick allein auf diejenigen Künstlerinnen zu lenken, die es im landläufigen Sinne „geschafft haben„, wird abschließend diskutiert. Unter dem Titel „Ausnahmefrauen“ begründet die Autorin, warum nicht der Normalfall eines fälschlicherweise angenommenen „weiblichen Prinzips" im Kunstbetrieb, sondern die Ausnahme interessieren muss, die bekanntlich mehr über verborgene Gesetze verrät als die Regel.