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Goethe und das Judentum

Das schwierige Erbe der modernen Literatur

Autor*innen

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Lektüren über das Spannungsverhältnis der jüdischen Wurzeln im Werk und Denken Goethes. Karin Schutjer untersucht Goethes ambivalente Auseinandersetzung mit dem Judentum von der Beobachtung aus, dass sie seinen ebenfalls zwiespältigen Modernebegriff zutiefst beeinflusste. Ihre Studie kontextualisiert Goethes Rezeption der jüdischen Schrifttradition und hinterfragt die Spuren, die sowohl der Pentateuch, die Kabbala und Spinoza als auch antijüdische Denkfiguren wie der Ewige oder der wandernde Jude in seinem Werk hinterlassen haben. Schutjers Lektüren von »Dichtung und Wahrheit«, »Hermann und Dorothea«, »Wilhelm Meisters Wanderjahren«, »Faust« und Goethes Volksbuch-Projekt bringen aufschlussreiche Erkenntnisse zutage, die Goethes Kritik an der jüdischen Emanzipationsbewegung überraschend in ein neues Licht rücken, wenn beispielsweise Faust als Moses-Figur gelesen wird, sich Goethes Semiotik aus dem jüdischen Verbot des Götzendienstes speist oder das Alte Testament vor dem Hintergrund der jüdischen Exilgeschichte als säkulare Nationalliteratur gedeutet wird, die Goethe als Vorbild für eine diasporische schriftbezogene deutsche Kulturnation verstand.

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Goethe und das Judentum, Karin Schutjer

Sprache
Erscheinungsdatum
2020
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Titel
Goethe und das Judentum
Untertitel
Das schwierige Erbe der modernen Literatur
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Karin Schutjer
Erscheinungsdatum
2020
Seitenzahl
320
ISBN10
3835336304
ISBN13
9783835336308
Reihe
Beschreibung
Lektüren über das Spannungsverhältnis der jüdischen Wurzeln im Werk und Denken Goethes. Karin Schutjer untersucht Goethes ambivalente Auseinandersetzung mit dem Judentum von der Beobachtung aus, dass sie seinen ebenfalls zwiespältigen Modernebegriff zutiefst beeinflusste. Ihre Studie kontextualisiert Goethes Rezeption der jüdischen Schrifttradition und hinterfragt die Spuren, die sowohl der Pentateuch, die Kabbala und Spinoza als auch antijüdische Denkfiguren wie der Ewige oder der wandernde Jude in seinem Werk hinterlassen haben. Schutjers Lektüren von »Dichtung und Wahrheit«, »Hermann und Dorothea«, »Wilhelm Meisters Wanderjahren«, »Faust« und Goethes Volksbuch-Projekt bringen aufschlussreiche Erkenntnisse zutage, die Goethes Kritik an der jüdischen Emanzipationsbewegung überraschend in ein neues Licht rücken, wenn beispielsweise Faust als Moses-Figur gelesen wird, sich Goethes Semiotik aus dem jüdischen Verbot des Götzendienstes speist oder das Alte Testament vor dem Hintergrund der jüdischen Exilgeschichte als säkulare Nationalliteratur gedeutet wird, die Goethe als Vorbild für eine diasporische schriftbezogene deutsche Kulturnation verstand.