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Vladimir Sorokins Diskurse

Ein Handbuch

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Vladimir Sorokin ist der prominenteste und zugleich umstrittenste russische Schriftsteller der Gegenwart. Einem breiteren Publikum bekannt wurde der im Moskauer kunstlerischen Untergrund der spaten 1970er- und 1980er-Jahre sozialisierte Autor erst nach 1990 mit Erzahlungen und Romanen, die bei traditionell gesinnten Leserinnen und Lesern heftigen Anstoss erregten. Sie verletzten nicht allein die sowjetischen ideologischen Tabus, sondern spickten Handlungsmuster, die der Postmodernist Sorokin aus der klassischen Literatur des 19. Jahrhunderts und des Sozialistischen Realismus entlehnte, auch mit Vulgarsprache, Sex und Gewalt. Beruhmt wurde Sorokin, als die Putin-Jugend 2002 seine Bucher zerstorte und er in seinen dystopischen Romanen neonationalistische und neoimperialistische Diskurse unter die Lupe nahm. Damit avancierte er zu einem der scharfsten Kritiker eines "neuen russischen Mittelalters", blieb aber seiner Poetik der Demontage fremder Diskurse treu.

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Vladimir Sorokins Diskurse, Dirk Uffelmann

Sprache
Erscheinungsdatum
2020
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(Hardcover)
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Titel
Vladimir Sorokins Diskurse
Untertitel
Ein Handbuch
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Dirk Uffelmann
Erscheinungsdatum
2020
Einband
Hardcover
ISBN10
3825347672
ISBN13
9783825347673
Reihe
Beschreibung
Vladimir Sorokin ist der prominenteste und zugleich umstrittenste russische Schriftsteller der Gegenwart. Einem breiteren Publikum bekannt wurde der im Moskauer kunstlerischen Untergrund der spaten 1970er- und 1980er-Jahre sozialisierte Autor erst nach 1990 mit Erzahlungen und Romanen, die bei traditionell gesinnten Leserinnen und Lesern heftigen Anstoss erregten. Sie verletzten nicht allein die sowjetischen ideologischen Tabus, sondern spickten Handlungsmuster, die der Postmodernist Sorokin aus der klassischen Literatur des 19. Jahrhunderts und des Sozialistischen Realismus entlehnte, auch mit Vulgarsprache, Sex und Gewalt. Beruhmt wurde Sorokin, als die Putin-Jugend 2002 seine Bucher zerstorte und er in seinen dystopischen Romanen neonationalistische und neoimperialistische Diskurse unter die Lupe nahm. Damit avancierte er zu einem der scharfsten Kritiker eines "neuen russischen Mittelalters", blieb aber seiner Poetik der Demontage fremder Diskurse treu.