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Die Chemie im Kriege

Fünf Vorträge (1920–1923) über Giftgas, Sprengstoff und Kunstdünger im Ersten Weltkrieg

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  • 110 Seiten
  • 4 Lesestunden

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Fritz Haber erhielt 1919 den Chemie-Nobelpreis für ein Verfahren zur industriellen Produktion von Kunstdünger. Heftig diskutiert wurde jedoch seine Entwicklung chemischer Waffen für das deutsche Militär, die 1915 erstmals eingesetzt wurden. In viel zitierten Vorträgen, die 1924 als Buch veröffentlicht wurden, rechtfertigte Haber seine militärische Forschung. Vor Offizieren der Reichswehr erklärte er 1920, dass der menschliche Körper mit seiner Oberfläche eine Zielscheibe darstelle, die gegen die Feuerkraft von Maschinengewehren und Feldkanonen nicht unbeschädigt an die Front gelangen könne. Er sah es als naturwissenschaftliche Notwendigkeit an, den Gaskrieg als Lösung zu entwickeln. Dabei argumentierte er, dass Gaskampfmittel nicht grausamer seien als konventionelle Waffen und sogar weniger tödlich. Die kalte Rationalität seiner Argumentation wird deutlicher, wenn man die Zitate im Kontext betrachtet. Sie werfen Parallelen zu aktuellen Debatten über die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf, etwa zur Ernährung durch Gentechnik oder zur militärischen und zivilen Nutzung von Technologien wie Drohnen, Atomenergie und dem Internet. Nach fast hundert Jahren sind diese Vorträge nun wieder in gedruckter Form erhältlich.

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Die Chemie im Kriege, Fritz Haber

Sprache
Erscheinungsdatum
2020
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Titel
Die Chemie im Kriege
Untertitel
Fünf Vorträge (1920–1923) über Giftgas, Sprengstoff und Kunstdünger im Ersten Weltkrieg
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Fritz Haber
Erscheinungsdatum
2020
Seitenzahl
110
ISBN10
3945831261
ISBN13
9783945831267
Reihe
Schlagwörter
Beschreibung
Fritz Haber erhielt 1919 den Chemie-Nobelpreis für ein Verfahren zur industriellen Produktion von Kunstdünger. Heftig diskutiert wurde jedoch seine Entwicklung chemischer Waffen für das deutsche Militär, die 1915 erstmals eingesetzt wurden. In viel zitierten Vorträgen, die 1924 als Buch veröffentlicht wurden, rechtfertigte Haber seine militärische Forschung. Vor Offizieren der Reichswehr erklärte er 1920, dass der menschliche Körper mit seiner Oberfläche eine Zielscheibe darstelle, die gegen die Feuerkraft von Maschinengewehren und Feldkanonen nicht unbeschädigt an die Front gelangen könne. Er sah es als naturwissenschaftliche Notwendigkeit an, den Gaskrieg als Lösung zu entwickeln. Dabei argumentierte er, dass Gaskampfmittel nicht grausamer seien als konventionelle Waffen und sogar weniger tödlich. Die kalte Rationalität seiner Argumentation wird deutlicher, wenn man die Zitate im Kontext betrachtet. Sie werfen Parallelen zu aktuellen Debatten über die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf, etwa zur Ernährung durch Gentechnik oder zur militärischen und zivilen Nutzung von Technologien wie Drohnen, Atomenergie und dem Internet. Nach fast hundert Jahren sind diese Vorträge nun wieder in gedruckter Form erhältlich.