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Dichter und ihre Gesellen

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  • 176 Seiten
  • 7 Lesestunden

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In den letzten Strahlen der Abendsonne ritt ein junger Ritter fröhlich auf die Stadt zu, die in einem Blütenmeer lag. Er dachte lange darüber nach, was ihn so vertraut anblickte, während er leise ein längst vergessenes Lied sang. Plötzlich wurde ihm klar, dass die Häuser unten, die Gärten und der rauschende Strom ihn an Heidelberg erinnerten, wo er als Student oft von den Bergen heimgekehrt war. Er erinnerte sich an laue Sommerabende, die er mit seinem Freund Walter verbracht hatte. „Mein Gott“, rief er, „Walter muss ja dort wohnen, mein treuer Heidelberger Kamerad!“ Ungeduldig trieb er sein Pferd an und erreichte bald das dunkle Stadttor. Walters Wohnung fand er schnell: ein buntes, freundliches Häuschen am Markt, umgeben von hohen Linden, in denen unzählige Sperlinge sangen. Der Ritter stieg die enge Treppe hinauf und öffnete die Tür zu einer stillen Stube, die von der Abendsonne vergoldet wurde. Walter saß im Schlafrock am Schreibtisch, umgeben von Akten und einer halbgeleerten Tasse. Er blickte erstaunt auf, legte seine Pfeife weg und rief: „Baron Fortunat! Mein lieber Fortunat!“ und die beiden Freunde fielen sich in die Arme.

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Dichter und ihre Gesellen, Joseph von Eichendorff

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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(Paperback)
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Sprache
Deutsch
Verlag
Culturea
Erscheinungsdatum
2023
Einband
Paperback
Seitenzahl
176
ISBN13
9791041903641
Reihe
Bewertung
3,65 von 5 Sternen
Beschreibung
In den letzten Strahlen der Abendsonne ritt ein junger Ritter fröhlich auf die Stadt zu, die in einem Blütenmeer lag. Er dachte lange darüber nach, was ihn so vertraut anblickte, während er leise ein längst vergessenes Lied sang. Plötzlich wurde ihm klar, dass die Häuser unten, die Gärten und der rauschende Strom ihn an Heidelberg erinnerten, wo er als Student oft von den Bergen heimgekehrt war. Er erinnerte sich an laue Sommerabende, die er mit seinem Freund Walter verbracht hatte. „Mein Gott“, rief er, „Walter muss ja dort wohnen, mein treuer Heidelberger Kamerad!“ Ungeduldig trieb er sein Pferd an und erreichte bald das dunkle Stadttor. Walters Wohnung fand er schnell: ein buntes, freundliches Häuschen am Markt, umgeben von hohen Linden, in denen unzählige Sperlinge sangen. Der Ritter stieg die enge Treppe hinauf und öffnete die Tür zu einer stillen Stube, die von der Abendsonne vergoldet wurde. Walter saß im Schlafrock am Schreibtisch, umgeben von Akten und einer halbgeleerten Tasse. Er blickte erstaunt auf, legte seine Pfeife weg und rief: „Baron Fortunat! Mein lieber Fortunat!“ und die beiden Freunde fielen sich in die Arme.