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Der Tod Adams

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  • 60 Seiten
  • 3 Lesestunden

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Die Schönheiten eines Trauerspiels sind oft mehr durch die Gewohnheiten und Sitten einer Nation geprägt als durch die natürliche Einfachheit. Diese kulturellen Einflüsse können dazu führen, dass ein Werk weniger ansprechend ist und manchmal sogar die Gefahr birgt, die Empfindungen des Publikums zu stören. Selbst wenn wir uns bemühen, die historischen Kontexte zu verstehen, bleibt oft ein gewisses Unbehagen zurück, das uns dazu bringt, die dargestellten großen Figuren lieber in anderen, natürlicheren Umständen zu sehen. Diese Überlegung hat mich dazu bewogen, unseren Stammvater zur Hauptfigur eines Trauerspiels zu machen. Einige Leser könnten einwenden, dass man kein Trauerspiel aus der Offenbarung ableiten sollte. Wenn dies bedeutet, dass die großen biblischen Figuren nicht mit den Helden der Antike verglichen werden können, sehe ich keinen Grund, warum ich Salomo nicht ebenso hoch schätzen sollte wie Titus. Sollte die Meinung bestehen, dass die biblischen Figuren zu ernsthaft für ein Trauerspiel sind, teile ich diese Ansicht nicht vollständig. Es gibt Aspekte der Religion, die sowohl weltliche als auch erhabene Elemente enthalten. Daher erscheint es mir merkwürdig, dass wir nur eine Athalie haben, während die religiösen Themen viel Potenzial für dramatische Darstellungen bieten.

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Der Tod Adams, Friedrich Gottlieb Klopstock

Sprache
Erscheinungsdatum
1973
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(Paperback)
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Titel
Der Tod Adams
Sprache
Deutsch
Verlag
Reclam
Erscheinungsdatum
1973
Einband
Paperback
Seitenzahl
60
ISBN10
3150094437
ISBN13
9783150094433
Reihe
Bewertung
3 von 5 Sternen
Beschreibung
Die Schönheiten eines Trauerspiels sind oft mehr durch die Gewohnheiten und Sitten einer Nation geprägt als durch die natürliche Einfachheit. Diese kulturellen Einflüsse können dazu führen, dass ein Werk weniger ansprechend ist und manchmal sogar die Gefahr birgt, die Empfindungen des Publikums zu stören. Selbst wenn wir uns bemühen, die historischen Kontexte zu verstehen, bleibt oft ein gewisses Unbehagen zurück, das uns dazu bringt, die dargestellten großen Figuren lieber in anderen, natürlicheren Umständen zu sehen. Diese Überlegung hat mich dazu bewogen, unseren Stammvater zur Hauptfigur eines Trauerspiels zu machen. Einige Leser könnten einwenden, dass man kein Trauerspiel aus der Offenbarung ableiten sollte. Wenn dies bedeutet, dass die großen biblischen Figuren nicht mit den Helden der Antike verglichen werden können, sehe ich keinen Grund, warum ich Salomo nicht ebenso hoch schätzen sollte wie Titus. Sollte die Meinung bestehen, dass die biblischen Figuren zu ernsthaft für ein Trauerspiel sind, teile ich diese Ansicht nicht vollständig. Es gibt Aspekte der Religion, die sowohl weltliche als auch erhabene Elemente enthalten. Daher erscheint es mir merkwürdig, dass wir nur eine Athalie haben, während die religiösen Themen viel Potenzial für dramatische Darstellungen bieten.