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Der Stille Don, in 2 Bdn.. Roman

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Zehn Tage vor der Rückkehr der Kosaken war Aksina weiterhin im Fieber und in der Aufregung ihrer späten, bitteren Liebe. Grigori ging trotz der Drohungen seines Vaters nachts heimlich zu ihr und kehrte morgens vor Sonnenaufgang zurück. In fünfzehn Tagen war er wie ein Pferd, das über seine Kräfte hinaus gearbeitet wurde, erschöpft und kraftlos geworden. Die schlaflosen Nächte hatten sein weizenfarbiges Gesicht und seine markanten Wangen blau gefärbt, und seine trockenen, schwarzen Augen hatten einen müden Blick, der tief in die Höhlen gesunken war. Aksina ging nun ohne sich um das Verbergen ihres Gesichts mit einem Kopftuch zu kümmern umher. Ihre wahnsinnige Verbindung war so seltsam und so offensichtlich, und das Feuer, das zwischen ihnen ohne Scham und Verkleidung brannte, war so intensiv, dass es sie unter den Blicken der Nachbarn schwarz und abgemagert erscheinen ließ, und diejenigen, die den beiden begegneten, schämten sich, sie anzusehen, ohne zu wissen, warum... Die Frauen, die insgeheim eifersüchtig auf Aksina waren, spuckten und verfluchten sie und warteten mit böswilliger Freude auf Stepan. Ihre Neugier hatte ihnen den Schlaf geraubt, und alles, woran sie dachten, war, wie sich dieser Knoten lösen würde.

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Der Stille Don, in 2 Bdn.. Roman, Michail Aleksandrovič Šolochov

Sprache
Erscheinungsdatum
1990
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(Paperback)
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Titel
Der Stille Don, in 2 Bdn.. Roman
Sprache
Deutsch
Verlag
DTV
Erscheinungsdatum
1990
Einband
Paperback
Seitenzahl
661
ISBN13
9783423013130
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Zehn Tage vor der Rückkehr der Kosaken war Aksina weiterhin im Fieber und in der Aufregung ihrer späten, bitteren Liebe. Grigori ging trotz der Drohungen seines Vaters nachts heimlich zu ihr und kehrte morgens vor Sonnenaufgang zurück. In fünfzehn Tagen war er wie ein Pferd, das über seine Kräfte hinaus gearbeitet wurde, erschöpft und kraftlos geworden. Die schlaflosen Nächte hatten sein weizenfarbiges Gesicht und seine markanten Wangen blau gefärbt, und seine trockenen, schwarzen Augen hatten einen müden Blick, der tief in die Höhlen gesunken war. Aksina ging nun ohne sich um das Verbergen ihres Gesichts mit einem Kopftuch zu kümmern umher. Ihre wahnsinnige Verbindung war so seltsam und so offensichtlich, und das Feuer, das zwischen ihnen ohne Scham und Verkleidung brannte, war so intensiv, dass es sie unter den Blicken der Nachbarn schwarz und abgemagert erscheinen ließ, und diejenigen, die den beiden begegneten, schämten sich, sie anzusehen, ohne zu wissen, warum... Die Frauen, die insgeheim eifersüchtig auf Aksina waren, spuckten und verfluchten sie und warteten mit böswilliger Freude auf Stepan. Ihre Neugier hatte ihnen den Schlaf geraubt, und alles, woran sie dachten, war, wie sich dieser Knoten lösen würde.