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Friendly fire

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Klaus Theweleit versammelt in "Friendly Fire" Texte, die in den letzten Jahren aus verschiedenen Anlässen entstanden sind. Der Titel spielt auf die doppelte Bedeutung an: einerseits als freundliches Beheizen durch Worte, andererseits als militärischer Ausdruck für versehentliche Tötung durch eigene Leute. Theweleit behandelt Themen wie die Funken in Bob Dylans Musik und die politischen sowie zwischenmenschlichen Schwelbrände unserer Zeit. Der Band ist ein weiterer Seitensprung aus seinem umfassenden Projekt, dem „Buch der Könige“, und bleibt seiner unorthodoxen, sprunghaften Schreibweise treu. Er schreibt aus einer Fülle von Einzelbeobachtungen und analysiert komplexe Themen wie die „horizontale Kollaboration“ und die Wahrnehmung von Frauen in besetzten Ländern. Theweleit kritisiert die verzerrte öffentliche Rede über sexuelle und politische Kollaboration, etwa im Kontext von Vichy-Frankreich. Auch die Werke des Malers Balla W. Hallmann werden betrachtet, der Hitlers Bild mit einer Mischung aus religiösen und politischen Motiven übermalt. Einige Texte, wie die Gespräche über Fußball oder mit Noam Chomsky, wirken weniger überzeugend. Dennoch bleibt der Band ein reichhaltiges Materiallager, das Theweleits spezifische Wahrnehmung und das Streben nach Erkenntnis zeigt, fernab von aktuellen Rhythmen und Trends.

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Friendly fire, Klaus Theweleit

Sprache
Erscheinungsdatum
2005
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(Paperback)
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Titel
Friendly fire
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Klaus Theweleit
Erscheinungsdatum
2005
Einband
Paperback
Seitenzahl
433
ISBN10
3878779402
ISBN13
9783878779407
Reihe
Beschreibung
Klaus Theweleit versammelt in "Friendly Fire" Texte, die in den letzten Jahren aus verschiedenen Anlässen entstanden sind. Der Titel spielt auf die doppelte Bedeutung an: einerseits als freundliches Beheizen durch Worte, andererseits als militärischer Ausdruck für versehentliche Tötung durch eigene Leute. Theweleit behandelt Themen wie die Funken in Bob Dylans Musik und die politischen sowie zwischenmenschlichen Schwelbrände unserer Zeit. Der Band ist ein weiterer Seitensprung aus seinem umfassenden Projekt, dem „Buch der Könige“, und bleibt seiner unorthodoxen, sprunghaften Schreibweise treu. Er schreibt aus einer Fülle von Einzelbeobachtungen und analysiert komplexe Themen wie die „horizontale Kollaboration“ und die Wahrnehmung von Frauen in besetzten Ländern. Theweleit kritisiert die verzerrte öffentliche Rede über sexuelle und politische Kollaboration, etwa im Kontext von Vichy-Frankreich. Auch die Werke des Malers Balla W. Hallmann werden betrachtet, der Hitlers Bild mit einer Mischung aus religiösen und politischen Motiven übermalt. Einige Texte, wie die Gespräche über Fußball oder mit Noam Chomsky, wirken weniger überzeugend. Dennoch bleibt der Band ein reichhaltiges Materiallager, das Theweleits spezifische Wahrnehmung und das Streben nach Erkenntnis zeigt, fernab von aktuellen Rhythmen und Trends.