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Versuch über die Jukebox

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Am Ende des Jahres 1989 schien in Europa vieles wunderbar leicht anders zu werden. In dieser Zeit fragt sich der Protagonist, ob er sich an einem weltfremden Objekt, der Jukebox, orientieren kann. Im Hotel findet er ein Zimmer, das ihm genug Platz für Papier, Bleistifte und Radiergummi bietet. Zunächst denkt er an einen Dialog über die Jukebox auf der Bühne, doch in der Einsamkeit und Freiheit von Soria erkennt er die Möglichkeit, sich von traditionellen literarischen Formen zu befreien und neue, unbekannte Wege zu erkunden. Der Held dieser Erzählung ist die Erzählung selbst, und ihre Struktur fordert den Leser auf, den Verlauf des Erzählten für sich zu reflektieren. Roland Barthes beschreibt, dass ein Text die größte Lust bereitet, wenn er es schafft, indirekt Gehör zu finden und den Leser zum Nachdenken anzuregen. Handkes Texte wirken ähnlich; er ermutigt dazu, beim Lesen innezuhalten, tief einzuatmen und sich von der Sonne bescheinen zu lassen, auch wenn sie nicht scheint. Selten hat Handke so konkret die Äußeren einer Landschaft, Stadt und Zivilisation beschrieben und dabei das Innere berührt. In dieser Erzählung finden Fantasie und Realität ein harmonisches Gleichgewicht.

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Versuch über die Jukebox, Peter Handke

Sprache
Erscheinungsdatum
1990
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Peter Handke
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1990
Einband
Hardcover
ISBN10
3518402889
ISBN13
9783518402887
Reihe
Schlagwörter
Deutsche Literatur
Bewertung
3,35 von 5 Sternen
Beschreibung
Am Ende des Jahres 1989 schien in Europa vieles wunderbar leicht anders zu werden. In dieser Zeit fragt sich der Protagonist, ob er sich an einem weltfremden Objekt, der Jukebox, orientieren kann. Im Hotel findet er ein Zimmer, das ihm genug Platz für Papier, Bleistifte und Radiergummi bietet. Zunächst denkt er an einen Dialog über die Jukebox auf der Bühne, doch in der Einsamkeit und Freiheit von Soria erkennt er die Möglichkeit, sich von traditionellen literarischen Formen zu befreien und neue, unbekannte Wege zu erkunden. Der Held dieser Erzählung ist die Erzählung selbst, und ihre Struktur fordert den Leser auf, den Verlauf des Erzählten für sich zu reflektieren. Roland Barthes beschreibt, dass ein Text die größte Lust bereitet, wenn er es schafft, indirekt Gehör zu finden und den Leser zum Nachdenken anzuregen. Handkes Texte wirken ähnlich; er ermutigt dazu, beim Lesen innezuhalten, tief einzuatmen und sich von der Sonne bescheinen zu lassen, auch wenn sie nicht scheint. Selten hat Handke so konkret die Äußeren einer Landschaft, Stadt und Zivilisation beschrieben und dabei das Innere berührt. In dieser Erzählung finden Fantasie und Realität ein harmonisches Gleichgewicht.