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Missbrauchsgefahren durch Vergleiche in Kollektivverfahren.

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In Deutschland prägen Massenschadensfälle die rechtspolitische Diskussion, was zur Einführung der Musterfeststellungsklage und der EU-Verbandsklage führte. Zukünftig sind vermehrte Kollektivvergleiche zu erwarten, ähnlich wie in den USA. Diese Arbeit untersucht rechtsvergleichend die Risiken von Vergleichen in Massenverfahren und mögliche Lösungsansätze. Vergleiche gelten als schnelles und kostengünstiges Mittel zur Streitbeilegung und werden vom Gesetzgeber gefördert. Allerdings ergeben sich aus der Principal-Agent-Theorie Missbrauchsgefahren, insbesondere durch Interessengegensätze zwischen Geschädigten und deren Repräsentanten, wie Verbraucherverbänden oder Anwälten. Die Arbeit gliedert sich in mehrere Abschnitte: Zunächst werden die Nachteile von Vergleichen im Individualprozess und die Beeinträchtigung öffentlicher sowie subjektiver Interessen behandelt. Es folgen Grundlagen der Kollektivverfahrensarten in den USA, den Niederlanden und Deutschland. Ein zentraler Punkt ist die Analyse der Prinzipal-Agenten-Probleme in Kollektivverfahren, einschließlich Informationsasymmetrien und Interessengegensätzen. Die Bekämpfung dieser Probleme wird durch aktives Vergleichsmanagement und Angemessenheitsprüfungen durch das Gericht thematisiert. Abschließend werden optimale Repräsentationsstrukturen zur Vermeidung von Interessenskonflikten und die Vorzüge von Urteilen als Beendigung von Kollektivverfahren erörtert.

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Missbrauchsgefahren durch Vergleiche in Kollektivverfahren., David Quack

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2024
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(Paperback)
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