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- 72 Seiten
- 3 Lesestunden
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Goethes Faust in seiner ältesten Gestalt, wie er uns seit Erich Schmidts Entdeckung der Göchhausenschen Abschrift vorliegt, zerfällt in drei Hauptmassen. Erstens der erste Monolog Fausts mit der Erdgeistszene (V. 1-168 = 354-521). Zweitens eine Reihe von Szenen, die akademische Zustände satirisch beleuchten. Die erste zeigt Professor Faust mit seinem Famulus Wagner und ist direkt mit der ersten Hauptmasse verbunden (V. 109-248 = 522-605). Darauf folgt die Schülerszene (V. 249-444 = 1868-2050), in der der Teufel in des Professors Maske den jungen Studenten belehrt. Eine dritte Szene (V. 445-452, dann in Prosa) führt in das rohe Treiben akademischer Jugend und ist die erste Station auf Fausts Lebensfahrt. Hier hätte die Disputationsszene Platz gefunden, und der Doctorschmaus (V. 1712) hätte sich daran angeschlossen. Der Dichter hatte ursprünglich dem akademischen Leben, von dem sein Held losgerissen werden sollte, eine ausführlichere Behandlung zugedacht. Drittens die Gretchentragödie, das bedeutendste Stück, beginnt mit der ersten Begegnung von Faust und Gretchen und endet mit der Kerkerszene (V. 458-1435). Eine Szene des ältesten Faust wurde später ganz fallen gelassen, die kleine Übergangsszene vor der Gretchentragödie (Landstraße. 453-456); alle anderen Szenen finden sich, teils verändert, im Fragment von 1790 und in der Ausgabe von 1808 wieder.
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Untersuchungen über Goethes Faust in seiner ältesten Gestalt, Joseph Collin
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- 2023
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- (Paperback)
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