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Günter Grass örtlich betäubt

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handelt von dem 40-jährigen Lektor Starusch, der im Zahnarztstuhl sitzt und sein bulldogartiges Unterbiss korrigieren lassen muss - seine aggressiven Neigungen haben ihn völlig verlassen. Während der Behandlung, in der er sich von den körperlichen Unannehmlichkeiten durch einen Fernseher und Diskussionen mit dem Zahnarzt ablenkt, erlebt er all die Niederlagen, die er bereits erlitten hat, und die, vor denen er Angst hat, sie zu erleiden. Realität und Fiktion, der Übergang zwischen innerem und äußerem Dialog sind ständig fließend, der einzige feste Halt ist der Zahnarztstuhl. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird dieser auch von Staruschs Lieblingsschüler Philip Sherbaum besucht, der seine Dackeldame vor den hundeliebenden, kuchenessenden Damen am Kurfürstendamm verbrennen wollte, um ihnen zu zeigen, wie unmenschlich der Einsatz von Napalm im Vietnamkrieg ist. Aber er musste seine Demonstration aufgeben und geht deshalb zum Zahnarzt, um sein hasenartiges Überbiss korrigieren zu lassen. Für Starusch ist die lokale Betäubung eine reflektierte Resignation, während die Jungen noch vor der Wahl zwischen Ohnmacht (lokale Betäubung) und Aufstand gegen eine Gesellschaft stehen, die bewusst lokale Betäubung einsetzt, um alles so reibungslos und problemlos wie möglich zu gestalten.

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Günter Grass örtlich betäubt, Klaus Roehler

Sprache
Erscheinungsdatum
1984
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(Paperback)
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Titel
Günter Grass örtlich betäubt
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Klaus Roehler
Erscheinungsdatum
1984
Einband
Paperback
Seitenzahl
190
ISBN10
3472611952
ISBN13
9783472611950
Reihe
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
handelt von dem 40-jährigen Lektor Starusch, der im Zahnarztstuhl sitzt und sein bulldogartiges Unterbiss korrigieren lassen muss - seine aggressiven Neigungen haben ihn völlig verlassen. Während der Behandlung, in der er sich von den körperlichen Unannehmlichkeiten durch einen Fernseher und Diskussionen mit dem Zahnarzt ablenkt, erlebt er all die Niederlagen, die er bereits erlitten hat, und die, vor denen er Angst hat, sie zu erleiden. Realität und Fiktion, der Übergang zwischen innerem und äußerem Dialog sind ständig fließend, der einzige feste Halt ist der Zahnarztstuhl. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird dieser auch von Staruschs Lieblingsschüler Philip Sherbaum besucht, der seine Dackeldame vor den hundeliebenden, kuchenessenden Damen am Kurfürstendamm verbrennen wollte, um ihnen zu zeigen, wie unmenschlich der Einsatz von Napalm im Vietnamkrieg ist. Aber er musste seine Demonstration aufgeben und geht deshalb zum Zahnarzt, um sein hasenartiges Überbiss korrigieren zu lassen. Für Starusch ist die lokale Betäubung eine reflektierte Resignation, während die Jungen noch vor der Wahl zwischen Ohnmacht (lokale Betäubung) und Aufstand gegen eine Gesellschaft stehen, die bewusst lokale Betäubung einsetzt, um alles so reibungslos und problemlos wie möglich zu gestalten.