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Wiener Werkstätte

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Die Wiener Werkstätte, gegründet 1903 von Josef Hoffmann, Koloman Moser und Fritz Waerndorfer, ist eine kreative Bewegung der Moderne. Diese progressive Vereinigung von Künstlern und Designern wollte der industrialisierten Gesellschaft individuelle Handwerkskunst entgegensetzen und verschiedene Lebensaspekte zu einem harmonisch-eleganten Kunstwerk verbinden. Ursprünglich in drei kleinen Räumen untergebracht, expandierte die Werkstätte schnell in ein dreistöckiges Gebäude mit spezialisierten Bereichen für Metall-, Leder- und Holzverarbeitung, einer Buchbinderei und einem Farbenhandel. Die Künstler experimentierten mit Materialien wie Gold, Edelsteinen und Pappmaché und wandten ihre schlichten, oft geometrischen Muster auf Keramik, Textilien, Typografie, Innenarchitektur, Möbel und Mode an. Bei Gesamtaufträgen wie dem Sanatorium Purkersdorf und dem Palais Stoclet in Brüssel realisierten sie ihr Ideal des „Gesamtkunstwerks“, bei dem jedes Detail Teil des koordinierten Ganzen ist. Trotz ihrer nur 30-jährigen Existenz hatte die Werkstätte großen kommerziellen Erfolg und eröffnete Dependancen in Karlsbad, Marienbad, Zürich, New York und Berlin. Viele bedeutende Künstler der Zeit, darunter Gustav Klimt und Oskar Kokoschka, steuerten Entwürfe bei. Heute wird die Wiener Werkstätte für ihren ganzheitlichen Ansatz und ihren stilistischen Einfluss auf Art déco und Bauhaus gewürdigt.

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Wiener Werkstätte, Gabriele Fahr-Becker

Sprache
Erscheinungsdatum
2015
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(Hardcover)
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Titel
Wiener Werkstätte
Sprache
Deutsch
Verlag
Taschen
Erscheinungsdatum
2015
Einband
Hardcover
Seitenzahl
240
ISBN10
3836519755
ISBN13
9783836519755
Reihe
Bewertung
4,4 von 5 Sternen
Beschreibung
Die Wiener Werkstätte, gegründet 1903 von Josef Hoffmann, Koloman Moser und Fritz Waerndorfer, ist eine kreative Bewegung der Moderne. Diese progressive Vereinigung von Künstlern und Designern wollte der industrialisierten Gesellschaft individuelle Handwerkskunst entgegensetzen und verschiedene Lebensaspekte zu einem harmonisch-eleganten Kunstwerk verbinden. Ursprünglich in drei kleinen Räumen untergebracht, expandierte die Werkstätte schnell in ein dreistöckiges Gebäude mit spezialisierten Bereichen für Metall-, Leder- und Holzverarbeitung, einer Buchbinderei und einem Farbenhandel. Die Künstler experimentierten mit Materialien wie Gold, Edelsteinen und Pappmaché und wandten ihre schlichten, oft geometrischen Muster auf Keramik, Textilien, Typografie, Innenarchitektur, Möbel und Mode an. Bei Gesamtaufträgen wie dem Sanatorium Purkersdorf und dem Palais Stoclet in Brüssel realisierten sie ihr Ideal des „Gesamtkunstwerks“, bei dem jedes Detail Teil des koordinierten Ganzen ist. Trotz ihrer nur 30-jährigen Existenz hatte die Werkstätte großen kommerziellen Erfolg und eröffnete Dependancen in Karlsbad, Marienbad, Zürich, New York und Berlin. Viele bedeutende Künstler der Zeit, darunter Gustav Klimt und Oskar Kokoschka, steuerten Entwürfe bei. Heute wird die Wiener Werkstätte für ihren ganzheitlichen Ansatz und ihren stilistischen Einfluss auf Art déco und Bauhaus gewürdigt.