Gratis Versand ab € 16,99. Mehr Infos.
Bookbot

Dichtung und Philosophie des frühen Griechentums

Autor*innen

Buchbewertung

Mehr zum Buch

Die Zerstörung des mykenischen Griechenlands um die Wende zum 12. Jahrhundert v. Chr. ist kaum vorstellbar. In der Folgezeit sinkt das Niveau der bildenden Künste dramatisch, und selbst die Schrift der Alten geht verloren. Doch mit Homer beginnt die Wiedergeburt der hellenischen Kultur, die das Ende der „dunklen Jahrhunderte“ markiert. Die Stoffe von Ilias und Odyssee basieren zwar auf Mythen der versunkenen mykenischen Welt, doch die Darstellung der Helden und Merkmale einer bäuerlich-kriegerischen Gesellschaft reflektieren die nachmykenische Zeit und den Beginn der Kolonisation. Hesiod widmet sich nicht mehr nur den heroischen Traditionen, sondern beschreibt die Entstehung der Welt und die einfachen Realitäten seines bäuerlichen Lebens. Mit Archilochos beginnt die Epoche der Lyrik, die das Epos ablöst. Die Dichtung verändert sich sowohl in Form als auch in Inhalt; die Verse zeigen eine individuelle Perspektive der Autoren und reflektieren die Lebensbedingungen und Herausforderungen der städtischen Gemeinschaft, der Polisgesellschaft im archaischen Griechenland. Gleichzeitig entstehen im ionischen Griechenland erste Ansätze einer rationalen Weltbetrachtung, die kosmische Zusammenhänge ohne mythologische Deutungen zu erfassen versucht. Diese frühe Blütezeit der abendländischen Dichtung und Philosophie dauert bis ins 5. Jahrhundert v. Chr., als Tragödiendichter und Sokrates neue Wege der Kunst und Reflexion eröffnen.

Publikation

Buchkauf

Dichtung und Philosophie des frühen Griechentums, Hermann Fränkel

Sprache
Erscheinungsdatum
2006
product-detail.submit-box.info.binding
(Hardcover)
Diese Ausgabe ist leider nicht mehr verfügbar.
oder
Verfügbare Ausgabe ansehen

Lieferung

  • Gratis Versand ab 16,99 € in ganz Österreich! Mehr Infos.

Zahlungsmethoden

4,0
Sehr gut
2 Bewertung

Hier könnte deine Bewertung stehen.

Sprache
Deutsch
Autor*innen
Hermann Fränkel
Verlag
Beck
Erscheinungsdatum
2006
Einband
Hardcover
Seitenzahl
636
ISBN10
3406377165
ISBN13
9783406377167
Reihe
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Die Zerstörung des mykenischen Griechenlands um die Wende zum 12. Jahrhundert v. Chr. ist kaum vorstellbar. In der Folgezeit sinkt das Niveau der bildenden Künste dramatisch, und selbst die Schrift der Alten geht verloren. Doch mit Homer beginnt die Wiedergeburt der hellenischen Kultur, die das Ende der „dunklen Jahrhunderte“ markiert. Die Stoffe von Ilias und Odyssee basieren zwar auf Mythen der versunkenen mykenischen Welt, doch die Darstellung der Helden und Merkmale einer bäuerlich-kriegerischen Gesellschaft reflektieren die nachmykenische Zeit und den Beginn der Kolonisation. Hesiod widmet sich nicht mehr nur den heroischen Traditionen, sondern beschreibt die Entstehung der Welt und die einfachen Realitäten seines bäuerlichen Lebens. Mit Archilochos beginnt die Epoche der Lyrik, die das Epos ablöst. Die Dichtung verändert sich sowohl in Form als auch in Inhalt; die Verse zeigen eine individuelle Perspektive der Autoren und reflektieren die Lebensbedingungen und Herausforderungen der städtischen Gemeinschaft, der Polisgesellschaft im archaischen Griechenland. Gleichzeitig entstehen im ionischen Griechenland erste Ansätze einer rationalen Weltbetrachtung, die kosmische Zusammenhänge ohne mythologische Deutungen zu erfassen versucht. Diese frühe Blütezeit der abendländischen Dichtung und Philosophie dauert bis ins 5. Jahrhundert v. Chr., als Tragödiendichter und Sokrates neue Wege der Kunst und Reflexion eröffnen.