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Tal der Liebe

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Sechs Jahre war Günther alt, als seine Angehörigen ihn nach Bethel brachten. Damals konnte er bei voll ausgebildeter Intelligenz noch kein einziges Wort sprechen. Weil ihm Sonne und Kalzium gefehlt hatten, war er vom Kopf bis zu den Füßen eine Missgestalt. "Ein Nichts bist Du, nichts weiter als ein Nichts", hatte die Großmutter zu ihm gesagt. Die Leute von Bethel waren anderer Meinung: Für sie war er Günther, ein ernstzunehmender Mensch, der auf andere angewiesen ist, ein hilfsbedürftiger Junge, dessen Geist Flügel bekommen hatte, ein Nimmersatt im Unterricht, ein Freund, ein Christ. Als das Wort Euthanasie in Bethel geflüstert wurde und die Ärztekommission schon in der Tür stand, hatte Günther das Schlimmste überstanden: Er wusste wieder, dass nicht gesunde Knochen oder gesunder Verstand über den Wert eines Lebens entscheiden, sondern allein der, der es geschaffen hat. So kämpfte er an der Seite Bodelschwinghs für das bedrängte Tal der Liebe. Es sollte kein Tal des Todes werden.

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Tal der Liebe, Edna H. Hong

Sprache
Erscheinungsdatum
2001
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(Paperback)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Edna H. Hong
Verlag
Brockhaus
Erscheinungsdatum
2001
Einband
Paperback
ISBN10
3417219256
ISBN13
9783417219258
Reihe
Originaltitel
Bright valley of love
Bewertung
5 von 5 Sternen
Beschreibung
Sechs Jahre war Günther alt, als seine Angehörigen ihn nach Bethel brachten. Damals konnte er bei voll ausgebildeter Intelligenz noch kein einziges Wort sprechen. Weil ihm Sonne und Kalzium gefehlt hatten, war er vom Kopf bis zu den Füßen eine Missgestalt. "Ein Nichts bist Du, nichts weiter als ein Nichts", hatte die Großmutter zu ihm gesagt. Die Leute von Bethel waren anderer Meinung: Für sie war er Günther, ein ernstzunehmender Mensch, der auf andere angewiesen ist, ein hilfsbedürftiger Junge, dessen Geist Flügel bekommen hatte, ein Nimmersatt im Unterricht, ein Freund, ein Christ. Als das Wort Euthanasie in Bethel geflüstert wurde und die Ärztekommission schon in der Tür stand, hatte Günther das Schlimmste überstanden: Er wusste wieder, dass nicht gesunde Knochen oder gesunder Verstand über den Wert eines Lebens entscheiden, sondern allein der, der es geschaffen hat. So kämpfte er an der Seite Bodelschwinghs für das bedrängte Tal der Liebe. Es sollte kein Tal des Todes werden.