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Rot wie eine Braut

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Ein Monat nach der Hochzeit wurde meine Mutter schwanger und erwartete mich. Baba Saba ging durch die Nachbarschaft, um in die Tasse zu schauen, die wie ein Ultraschall war. Sie trank Kaffee, schüttelte ihn und kippte die Tasse um, um das Geschlecht des Neugeborenen zu sehen – schön und männlich, eine Erlösung für all die weiblichen Kinder, die Baba hatte. Alle Frauen, bei denen Baba in die Tasse schaute, erkannten mein Geschlecht von Anfang an. Mit dem Wachstum des Bauches meiner Mutter schlüpfte mein Geschlecht aus dem Kaffeesatz hervor, doch leider ging es unterwegs verloren. Baba lebte neun Monate in Glück, während Mama den Bauch trug und sie die Kaffeetassen. Die Familiensaga verfolgt das Leben von vier Generationen von Frauen in einer südalbanischen Familie im Bergdorf Kaltra und bietet Einblicke in die Geschichte Albaniens im 20. Jahrhundert, geprägt von Krieg, Liebe, Verrat und Enttäuschungen. Anilda Ibrahimi schreibt über die Frauen, die ihr Leben prägten, und schafft ein eigenes weibliches Universum. Sie beschreibt die Transformation der Frau und ihren Platz in einer typischen Männergesellschaft, in der weibliche Kinder oft nicht mit Freude empfangen werden und alles den Wünschen der Männer untergeordnet ist. Rein, poetisch und humorvoll, bietet die Erzählung einen Blick auf die albanische Kultur, Geschichte und Tradition, der über Folklore hinausgeht und viele Vorurteile aufbricht.

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Rot wie eine Braut, Anilda Ibrahimi

Sprache
Erscheinungsdatum
2010
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(Paperback)
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Titel
Rot wie eine Braut
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Anilda Ibrahimi
Verlag
btb
Erscheinungsdatum
2010
Einband
Paperback
ISBN10
344273973X
ISBN13
9783442739738
Reihe
Bewertung
3,5 von 5 Sternen
Beschreibung
Ein Monat nach der Hochzeit wurde meine Mutter schwanger und erwartete mich. Baba Saba ging durch die Nachbarschaft, um in die Tasse zu schauen, die wie ein Ultraschall war. Sie trank Kaffee, schüttelte ihn und kippte die Tasse um, um das Geschlecht des Neugeborenen zu sehen – schön und männlich, eine Erlösung für all die weiblichen Kinder, die Baba hatte. Alle Frauen, bei denen Baba in die Tasse schaute, erkannten mein Geschlecht von Anfang an. Mit dem Wachstum des Bauches meiner Mutter schlüpfte mein Geschlecht aus dem Kaffeesatz hervor, doch leider ging es unterwegs verloren. Baba lebte neun Monate in Glück, während Mama den Bauch trug und sie die Kaffeetassen. Die Familiensaga verfolgt das Leben von vier Generationen von Frauen in einer südalbanischen Familie im Bergdorf Kaltra und bietet Einblicke in die Geschichte Albaniens im 20. Jahrhundert, geprägt von Krieg, Liebe, Verrat und Enttäuschungen. Anilda Ibrahimi schreibt über die Frauen, die ihr Leben prägten, und schafft ein eigenes weibliches Universum. Sie beschreibt die Transformation der Frau und ihren Platz in einer typischen Männergesellschaft, in der weibliche Kinder oft nicht mit Freude empfangen werden und alles den Wünschen der Männer untergeordnet ist. Rein, poetisch und humorvoll, bietet die Erzählung einen Blick auf die albanische Kultur, Geschichte und Tradition, der über Folklore hinausgeht und viele Vorurteile aufbricht.