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Wert- und Verteilungstheorien seit Adam Smith

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Der kürzlich verstorbene britische Wirtschaftswissenschaftler Maurice Dobb, (»vgl. es 166: Organisierter Kapitalismus«) zählt zu den wenigen international hochangesehenen Vertretern seines Fachs; er hat als Methodologe und als Theoretiker gleichermaßen nachhaltig die neuere Nationalökonomie beeinflußt. Sein jüngstes Buch bestätigt den Ruf, der ihm vorausgeht: einer der führenden Interpreten wirtschaftlicher Entwicklungen und nationalökonomischer Theoriebildung zu sein. In systematischer Weise entfaltet Dobb an zwei herausragenden Problemstellungen – Einkommensverteilung und Wertlehre – die Entstehungs- und Klärungsprozesse der ökonomischen Theorie seit Smith (über Ricardo, Marx bis zu Keynes und Sraffa). Dies freilich – die Darstellung der ökonomischen Dogmengeschichte – ist nur die eine Seite der Dobbschen Argumentation; die andere bildet die ideologiekritische Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Bedingtheit der ökonomischen Deutungssysteme und der mehr oder weniger »apologetischen« Funktion der aus ihnen abgeleiteten wirtschaftspolitischen Lösungsvorschläge. Es ist das große Verdienst der Arbeit von Dobb, den Erklärungsanspruch ökonomischer Theorien nicht nur logisch-immanent zu analysieren, sondern auch im Hinblick auf ihr Verhältnis zu der von ihnen beschriebenen Wirklichkeit.

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Wert- und Verteilungstheorien seit Adam Smith, Maurice Dobb

Sprache
Erscheinungsdatum
1977
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(Paperback)
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Titel
Wert- und Verteilungstheorien seit Adam Smith
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Maurice Dobb
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1977
Einband
Paperback
ISBN10
3518107658
ISBN13
9783518107652
Reihe
Originaltitel
Theories of value and distribution since Adam Smith
Beschreibung
Der kürzlich verstorbene britische Wirtschaftswissenschaftler Maurice Dobb, (»vgl. es 166: Organisierter Kapitalismus«) zählt zu den wenigen international hochangesehenen Vertretern seines Fachs; er hat als Methodologe und als Theoretiker gleichermaßen nachhaltig die neuere Nationalökonomie beeinflußt. Sein jüngstes Buch bestätigt den Ruf, der ihm vorausgeht: einer der führenden Interpreten wirtschaftlicher Entwicklungen und nationalökonomischer Theoriebildung zu sein. In systematischer Weise entfaltet Dobb an zwei herausragenden Problemstellungen – Einkommensverteilung und Wertlehre – die Entstehungs- und Klärungsprozesse der ökonomischen Theorie seit Smith (über Ricardo, Marx bis zu Keynes und Sraffa). Dies freilich – die Darstellung der ökonomischen Dogmengeschichte – ist nur die eine Seite der Dobbschen Argumentation; die andere bildet die ideologiekritische Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Bedingtheit der ökonomischen Deutungssysteme und der mehr oder weniger »apologetischen« Funktion der aus ihnen abgeleiteten wirtschaftspolitischen Lösungsvorschläge. Es ist das große Verdienst der Arbeit von Dobb, den Erklärungsanspruch ökonomischer Theorien nicht nur logisch-immanent zu analysieren, sondern auch im Hinblick auf ihr Verhältnis zu der von ihnen beschriebenen Wirklichkeit.